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RWE: Desaster

RWE-CFO Günther: Signifikanter Einbruch der Gewinne aus konventioneller Stromerzeugung ab 2014 - Geschäftsmodell in Frage gestellt.

 
In einem Interview mit dem DAF äußerte sich RWE-Finanzvorstand Dr. Bernhard Günther pessimistisch im Hinblick auf die Gewinnentwicklung nach 2013. Günther rechnet mit signifikanten Ergebniseinbrüchen und schließt auf EBITDA-Basis daher auch prozentual zweistellige Rückgänge nicht aus.

Günther: "2013 ist noch durch gewisse Sondereffekte - wie Gazprom - gestützt. Der langfristige Ausblick für unser Unternehmen ist noch einmal deutlich pessimistischer von der Stromerzeugungsseite her. Die deutlich gesunkenen Strompreise werden uns dann voll treffen, spätestens 2015."

Günther weiter: "Unsere Gewinne aus der konventionellen Stromerzeugung werden dann deutlich niedriger sein. Wir reden hier über einen signifikanten Einbruch in den Gewinnen der konventionellen Stromerzeugung."

Günther stellt daher sogar das Geschäftsmodell an sich in Frage: "Man dramatisiert nicht, wenn man sagt, das Geschäftsmodell der konventionellen Stromerzeugung ist durch das, was wir in den nächsten Jahren auf uns zukommen sehen, in Frage gestellt. Auf Dauer kann das meines Erachtens so nicht weitergehen."

Die Auswirkungen auf die Entwicklung des EBITDA in 2014 und 2015 bezeichnete Günther als "erheblich". Günther: "Wir reden sicher nicht über Summen, die in der Rundung untergehen." Einen prozentual zweistelligen EBITDA-Rückgang wollte Günther nicht ausschließen.

Auch für das sogenannte nachhaltige Nettoergebnis hätte diese Entwicklung, so Günther weiter, Auswirkungen. Günther: "Für das nachhaltige Nettoergebnis hat dies natürlich auch Auswirkungen. Das wird sich Eins zu Eins, gemindert durch den Steuereffekt, durchrechnen." 

Dies, so Günther, werde dann auch nicht ohne Folgen für die absolute Höhe der Dividende bleiben. Günther: "Wenn das nachhaltige Nettoergebnis signifikant zurückgeht, dann lassen sich mit 50 bis 60 Prozent Ausschüttung auch nicht mehr 2 Euro Dividende darstellen." 
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