Die öffentliche-rechtlich zwangsfinanzierte Propaganda-Show "tagesschau" diffamiert mit geschickter Rethorik die "Alternative für Deutschland". Die Vereinigung sei "rechtspopulistisch". Die Angst vor Euro und EU unbegründet.
Eigentlich ist die "tagesschau" eine Nachrichtensendung. Doch wenn es um EU und Euro geht, greift man auch schon mal zu plumper Propaganda. So geschehen in einem Artikel zur "Alternative für Deutschland", der nun ganz und gar nicht nachrichtlich ist sondern einzig dazu dient, die Anti-Euro-Partei zu diffamieren.
Eingeleitet wird der Artikel mit einer "Meinungsumfrage". Daraus geht hervor, dass angeblich nur ein Drittel der Bundesbürger die D-Mark wieder einführen will. Suggeriert wird damit, dass Zweidrittel für den Euro sind. Typische tagesschau-Tricks also. Gut alte Propaganda-Schule.
Geschickt leitet der Tagesschau Artikel den Leser in die rhetorische Falle: Mithilfe von dubiosem Demoskopie-Müll sollen jene, die sich gegen den Euro wenden in eine Minderheitsposition versetzt werden. Doch dabei ist das Gegenteil richtig: Die Mehrheit der Deutschen ist gegen Euro und EU!
Doch die Partei, die genau dafür eintritt und damit die Mehrheit der Deutschen widerspiegelt, wird derzeit von der ARD als "rechtspopulistisch abgestempelt und in die Nähe von rechtsradikalen Kreise gerückt. Berechtigte Kritik an Euro und EU wird als "populistisch" gebrandmarkt - so, als wenn es diese Probleme gar nicht gebe.
Allerdings haben viele Euro-Gegner immer wieder Probleme, sich klar nach rechts abzugrenzen. In rechtsradikalen Kreisen wird AfD-Gründer und Ökonom Lucke beispielsweise derzeit gelobt, da er in der ZDF-Sendung "Maybritt Illner" von "Propaganda" sprach, weil der Euro als "Friedensprojekt" bezeichnet worden sei. Auf rechtsradikalen Internet-Seiten heißt es zu der angekündigten Gründung der "Alternative für Deutschland", die unter anderem von Ex-BDI-Chef Hans-Olaf Henkel unterstützt wird, Mut mache, dass die Basis aus Finanzexperten und Ökonomen bestehe.
Auch in der Sprache der "Alternative für Deutschland" geht es eher populistisch zu: Die Bundesrepublik Deutschland stecke "in der schwersten Krise ihrer Geschichte". Die Einführung des Euro habe sich als eine "fatale Fehlentscheidung erwiesen, die unser aller Wohlstand bedroht", heißt es dort. Die Altparteien seien "verkrustet und verbraucht", der Euroraum solle geordnet aufgelöst werden. "Diese nationalen Untergangsprophezeiungen - übrigens im Kontrast zur realen Rolle der deutschen Wirtschaft als Profiteur vom Euro und der EU-Politik - finden sich bei allen rechtspopulistischen Parteien in Europa", betont Alexander Häusler, Politikwissenschaftler an der FH Düsseldorf im Interview mit tagesschau.de.
Im Kontext der EU-Krise werde über das Euro-Thema versucht, "die breit vorhandenen Ängste vor wirtschaftlichem Kollaps und der Skepsis gegenüber der EU-Krisenpolitik für eine Politik des chauvinistischen Wutbürgertums nutzbar zu machen".
Im Kommentarbereich gabs große Kritik zu dem Beitrag. Deshalb wurde er schnell geschlossen. Wie viele Pro-AfD Kommentare jedoch gelöscht wurden oder erst gar nicht veröffentlicht wurden, bleibt das Geheimnis der "tagesschau". Was der Artikel mit "Nachrichten" zu tun hat, wissen auch nur die öffentlich-rechtlichen Redakteure. Denn mit Fakten hat das Machwerk nicht zu tun. Eher mit Faktenverdrehung und Meinungsmanipulation.



