Ein Drittel der Deutschen glaubt: Banken sind unsicher. - Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin macht die Hilfe Europas für Zypern von einem relevanten Beitrag der Sparer und Anleger sowie von weitreichenden Reformschritten des Inselstaats abhängig.
Nach einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS-Emnid fürchtet ein Drittel der Deutschen um ihre Spareinlagen. Mit Blick auf die aktuelle Entwicklung der Krise gaben 33 Prozent der Befragten an, an der Sicherheit ihrer Guthaben zu zweifeln. Emnid befragte für FOCUS am 19. März 1000 Personen.
Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin macht die Hilfe Europas für Zypern von einem relevanten Beitrag der Sparer und Anleger sowie von weitreichenden Reformschritten des Inselstaats abhängig. In einem Interview des Nachrichtenmagazins FOCUS forderte Trittin: „Zypern muss sich von seinem Geschäftsmodell verabschieden.“ Dazu gehöre „eine deutliche Verkleinerung des Bankensektors, Transparenz im Finanzbereich“ und „ein Ende des vorsätzlichen Steuerdumpings“. Erforderlich sei auch „ein relevanter Beitrag derer, die bislang von dem Geschäftsmodell profitiert haben“. Nur unter diesen Bedingungen würde seine Bundestagsfraktion einer Rettung zustimmen, betonte der Spitzenkandidat der Grünen für die Bundestagswahl.
Ein Austritt Zyperns aus dem Euroverbund hält Trittin nicht für eine gute Lösung. „Es gibt überragende Gründe für das Land, im Euro zu bleiben“, sagte er FOCUS. Nur so könne man „einen Totalverlust aller Einlagen“ verhindern. Trittin plädierte für einen umfassenden Ansatz. „Wir müssen zu einer Lösung mit dem Internationalen Währungsfonds und dem ESM kommen.“



