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Zypern und die Sparerschafe

Bankenkrise und Zypern: Die Politiker versichern dem Volk bis zur letzten Minute, dass die Bankguthaben „sicher“ seien, während sie selbst die Kapitalflucht antreten. So geschehen in Argentinien und jetzt wieder in Zypern. Der staatsgläubige Sparer bleibt immer übrig und verliert.

 

Von Walter K. Eichelburg

Die letzten beiden Wochen waren von der Bankenkrise in Zypern beherrscht. Die Banken waren fast 2 Wochen geschlossen und öffneten wieder mit Kapitalverkehrskontrollen und einem Haircut bei den Einlagen ab 100'000 Euro. Obwohl die Medien voller Kommentare der Art „man kann den Banken nicht mehr trauen“ waren, ist es noch nicht zu einem grossflächigen Bank Run in der Eurozone gekommen. Die Sparerschafe sind leider dümmer, als angenommen.

 

Ein Bank Run der Reichen hat Zypern zerstört:

Zypern war immer eine Art von Steuerparadies und Schwarzgeldoase für Gelder primär aus Russland und auch aus Staaten wie Grosbritannien oder Griechenland. Damit ist jetzt schluss. In Wirklichkeit wurde Zypern vom finanziell dahinsiechenden Griechenland angesteckt. So begannen etwa griechische Reeder schon vor einiger Zeit, ihre in Zypern geparkten Gelder nach Norwegen umzuschichten. Viele Russen taten es ihnen nach.


Als Ergebnis waren dann vor 2 Wochen die grössten Banken Zyperns pleite und die Regierung schloss alle Banken. Wer eine Bankomatkarte und noch Geld am Konto hatte, konnte noch Minimalbeträge abheben. Alle anderen mussten ohne Geld fast 2 Wochen auskommen, bis am 28.3. die Banken wieder öffneten. „Öffneten“ ist etwas viel gesagt, denn es herrschen strenge Kapitalverkehrs-Kontrollen, wie dieser Spiegel-Artikel zeigt: „Zypern: Freier Kapitalverkehr frühestens in einem Monat“:

Die von der Regierung erlassenen Kontrollen der Kapitalströme sollen verhindern, dass Geld massenhaft außer Landes geschafft wird, nachdem die Banken erstmals nach zehn Tagen wieder öffneten. So dürfen Bankkunden pro Tag derzeit nicht mehr als 300 Euro abheben. Zahlungen im Ausland, etwa mit Kreditkarte, sind nur bis zu 5000 Euro im Monat zulässig.

 

Überweisungen ins Ausland sind weitgehend untersagt. Wer das Land verlässt, kann maximal 1000 Euro in bar mitnehmen. Zudem können Schecks nicht gegen Bargeld eingelöst, sondern nur auf ein Konto eingezahlt werden. Die Regierung hatte ursprünglich davon gesprochen, dass die Kontrollen nach sieben Tagen stetig überprüft werden sollten.

 

Das ist nur ein kleiner Auszug aus den Beschränkungen. Obwohl angeblich alle Bankeinlagen bis zur Einlagensicherungsgrenze von 100'000 Euro „garantiert“ sein sollen, kommt man real an dieses Geld nicht mehr ran. Jetzt heisst es, dass diese Kontrollen frühestens in einem Monat aufgehoben werden sollen, aber das kann auch Jahre dauern.


Aber nicht für die Russen:

Einlagen über 100'000 Euro bekommen einen „Haircut“, der von 40% bei der Bank of Cyprus bis zum vermutlichen Totalverlust, bei der inzwischen aufgelösten, zweitgrössten Laiki-Bank geht.


Hier ein Artikel in MMnews: „Zypern: Russen räumen Konten leer“:

Während für normale Sparer die Banken jetzt bis Donnerstag geschlossen bleiben, sollen russische Oligarchen ihr Geld bereits in Sicherheit gebracht haben - über offene Zweigstellen zypriotischer Banken in London und Russland.


Die Griechen waren zuerst dran, da sie bereits seit Februar, den finanziellen Untergang der Banken in Zypern erwarteten. Dann begannen auch die Russen die Kapitalflucht aus Zypern, was die Banken dort zum Einsturz brachte. Dann schlossen die Banken, aber diejenigen Russen, die zu spät dran waren, flüchteten mit ihrem Kapital auf die oben beschriebene Weise. Man kann ruhig annehmen, dass massiver politischer Druck aus Russland dafür gesorgt hat, dass dieses Schlupfloch offen blieb, während für alle anderen die Banken zu waren.


Das Sparerschaf verliert immer:

Es ist einfach in jeder Finanzkrise so: das Grosskapital und die Cleveren erkennen die Situation und flüchten aus einem Pleiteland. Das war auch in Argentinien 2001 so. Die Politiker versichern dem Volk bis zur letzten Minute, dass die Bankguthaben „sicher“ seien, während sie selbst die Kapitalflucht antreten. So geschehen in Argentinien und jetzt wieder in Zypern. Dann gehen die Banken zu.


Der staatsgläubige Sparer bleibt immer übrig und verliert. Solche Vorsätze wie „Ich werde mein Konto leerräumen“ helfen nicht viel, denn durch die Kapitalverkehrskontrollen ist das real nicht möglich. Jetzt braucht nur noch der Euro zu crashen oder Zypern gezwungen sein, den Euro zu verlassen, dann kommt noch eine gewaltige Währungs-Abwertung. Auch von den „garantierten“ 100'000 Euro wird real nicht viel übrigbleiben, denn man kommt jetzt nicht mehr an das Geld heran, um es ins Ausland zu verschieben.

 

Die Folgen des Zypern-Crashs:

Da kommen dann solche Artikel: „Banken-Lobby zu Kapital-Kontrollen: „Die Leute werden sich daran gewöhnen““, „Bankenkreise: „Die Einlagensicherung ist null und nichtig““, „Banken warnen Anleger vor Investments in Europa“.

 

Es stimmt, die Einlagensicherung bringt real nichts, siehe Zypern: man kommt nicht mehr an sein Geld ran, um es zu retten. Und dass die Banken vor Einlagen in Staaten wie Spanien warnen, hat seinen guten Grund. Auch dort läuft jetzt offenbar eine Kapitalflucht: „Kapitalflucht aus Italien und Spanien in vollem Gang“. Es sind weniger die einheimischen Sparer in Spanien oder Italien, die flüchten, sondern das internationale Grosskapital, das abhaut.

 

Auch aus Österreich und Deutschland werden schon Anzeichen eines leichten Bank Runs gemeldet. So wird wieder einmal von Banken und Staat versichert, „die Bankeinlagen seien sicher“. Deren „Sicherheit“ haben wir gerade in Zypern erlebt.

 

Die Angst der Sparerschafe, aus der Herde abzuhauen:

Da gab es vor einigen Tagen einen bemerkenswert guten Leserkommentar auf der Seite „Realitätsverweigerung“ von www.hartgeld.com:

Es geht nicht um das (nicht oder doch vorhandene breite) Wissen um die Werthaltigkeit von Gold und Silber, sondern es geht schlicht und ergreifend um ANGST!


Wer aus dem Papiergeldsystem aussteigt, steigt aus der 'Matrix' aus, muß damit zwingend anerkennen, daß er jetzt in einem selbst und eigenverantwortlich zu füllenden Freiraum lebt.
Freiheit befremdet viele Leute, macht ihnen Angst. Die Angsthasen leben da lieber kuschelig mit anderen Angsthasen zusammen - in der Matrix.


Noch ein solcher Kommentar:

Das 'Nichts-Ausscheren' aus der Angsthasen-Schafs-Menge ist ein uraltes evolutionsbiologisches Programm. Zum einen verwirrt man das Raubtier, weil dieses nun gar kein einzelnes Individuum mehr ausmachen kann (vgl. Herde oder Fischschwarm), zum anderen verringert man das Risiko, selbst Beute zu werden, da ja direkt neben einem noch so viel andere Beutetiere (Herdenmitglieder) herumlungern.

 

Dumm wird es, wenn das Raubtier nicht um eine Mahlzeit (= 1 Beutetier) kämpft, sondern die ganze Herde erlegen will. Und genau dies ist, - im übertragenen Sinne beim Fiat-Geldsystem -, der Fall; die ganze Herde soll erlegt werden. Ergo - das evolutionsbiologische Programm ist unter den 'kulturellen' Bedingungen - das falsche.


In kritischen Finanz-Situationen gilt diese Regel: when panic, panic first. Nur wer rasch handelt, kann wie im Fall von Zypern noch etwas retten. Die Sparerschafe in ihrer Angst vor der Freiheit verlieren daher immer. Und: es muss sie selbst treffen, wenn es in anderen Ländern geschieht, nützt es trotz massiver Medien-Berichterstattung wenig. Ab in die Rettungsboote Gold und Silber, denn das Grosskapital flüchtet bereits aus den diversen  Pleitestaaten. Einmal wird es auch unsere Sparerschafe treffen – denn sie wollen auch aus dem Zypern-Debakel nichts lernen – aus Angst.

www.hartgeld.com

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