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Euro-Banken: Die Lunte brennt

Das europäische Bankensystem sitzt auf einem Schuldenberg von rund 36 Billionen Euro. Das ist etwa dreimal so viel wie das europäische BIP. Den Schulden steht lediglich Eigenkapital von 1,4 Billionen gegenüber. Eine Rettung ist deshalb unmöglich.

 

Von Marc-Stephan Arnold

Folgende Fakten sollten Sie sich zu Gemüte führen, wenn Sie über den weiteren Verlauf der Eurokrise nachdenken wollen:


 1.) Das europäische Bankensystem hat ein Gesamtvolumen von rund 36 Billionen Euro. Das ist fast dreimal (3x !) soviel, wie das gesamte europäische BIP.


 2.) Dieses Bankensystem ist offiziell (!) mit einem Verhältnis von 26:1 gehebelt, d.h. dass von diesen 36 Billionen nur etwa 1,4 Billionen wirklich bei den Banken "im Tresor" liegen. Manche Finanzexperten sind sogar der Meinung, dass die Hebelung in Wirklichkeit eher bei 50:1 liegen müsse. Das bedeutet nichts anderes, als dass in einem Krisenfall ("Bankrun") jeder Sparer nur ein Fünfzigstel (2 Prozent) seines Sparguthabens bekommen könnte –ODER– dass nur 2 Prozent der europäischen Gesamtbevölkerung ihre Sparguthaben voll ausgezahlt bekämen – wenn sie schneller auf der Bank wären, als alle anderen.


 3.) Die Bilanz der EZB ist ein Fantasiegebilde, in dem Aktiva und Passiva nur nach ihrem "gefühlten Wert" abgebildet werden.


 4.) Die Verbindlichkeiten der PIIGS-Staaten (Portugal, Irland, Italien, Griechenland, Spanien) machen mehr als ein Viertel der gesamten Bilanz der EZB aus. Deutschland garantiert über das TARGET 2-System mit über 750 Milliarden Euro für diese Verbindlichkeiten und wird im Falle einer Zahlungsunfähigkeit einzelner (oder mehrerer) Staaten dafür zur Kasse gebeten werden. Nimmt man also, wie von Euro-Gruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem angekündigt, die "Zypernlösung" als Blaupause, dann wird man den deutschen Sparern in diesem Falle etwa 15 Prozent ihrer Guthaben (ca. 5 Billionen Euro) wegnehmen müssen.


 5.) Der Euro wird derzeit also nur von Deutschland zusammengehalten, während in anderen Ländern der Hass auf die Deutschen stetig wächst (siehe antideutsche Proteste in Griechenland, Spanien, Italien und aktuell besonders auf Zypern). Die Deutschen werden für die Misere der südeuropäischen Länder verantwortlich gemacht.


Die alles entscheidende Frage lautet somit: Kann das wirklich gut gehen? Alle Europäer, insbesondere aber die Deutschen, täten gut daran, sich ganz genau anzuschauen, was gerade in Zypern passiert – oder besser gesagt: wie sich die europäischen Eliten den einfachen Bürgern Zyperns gegenüber verhalten.


Der größte Raubzug der Geschichte hat bereits begonnen. Er findet derzeit in Zypern statt! Und solange es den Euro gibt, können alle Europäer jederzeit zur Kasse gebeten werden. Der Euro sorgt nicht für Frieden und Wohlstand in Europa, sondern er zerstört selbige – und zwar schnell und nachhaltig!


Zu glauben, dass dies "in einem Land wie Deutschland doch niemals passieren könnte", würde nicht nur von einem Mangel an historischem Wissen (wieviele Währungsreformen hat Deutschland in seiner Geschichte noch gleich erlebt?), sondern – vor dem Hintergrund der oben genannten Zahlen – schlichtweg von massiver Begriffsstutzigkeit und dümmlicher Arroganz zeugen.

german.china.org.cn

Mehr Infos: Prof. Schachtschneider zur Ausplünderung Deutschlands Historisches Interview HIER

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