Die Bertelsmann-Stiftung hat geforscht und kommt zu dem Ergebnis, dass es ohne Euro nicht mehr geht. Dem schwindenden Vertrauen setzen selbsternannte "Forscher" eine Studie entgegen, welche die angeblichen Vorteile des Euros angeblich wissenschaftlich zementiert. Eine neue Form von Propaganda.
Neue Pro-Euro-Propaganda-Offensive. Die Bertelsman-Stiftung kommt in einer "Studie" über Euro und Europa zu dem Schluss, dass die Gemeinschaftswährung nur Vorteile bringe. Das "Studienergebnis" wurde so übernommen von zahlreichen Mainstream-Medien unter der Überschrift: "Forscher warnen vor DM" oder "Studie beweist Vorteile des Euro".
Lacher des Tages:
Trotz der Krise in der Euro-Zone sichere die Gemeinschaftswährung mittel- und langfristig Wachstum, Wohlstand und Beschäftigung in ganz Europa.
Offizielle Bertelsmann Presseerklärung:
Angesichts der zunehmenden Europa-Müdigkeit und der um sich greifenden Euro-Skepsis in den Mitgliedsstaaten setzt sich die Bertelsmann Stiftung dafür ein, die Vision der Vereinigten Staaten von Europa zu verwirklichen. "Um die Legitimationsdefizite zu beseitigen, muss die Währungsunion endlich zu einer wirtschaftlichen, sozialen und politischen Wertegemeinschaft ausgebaut werden", sagte der Vorstandsvorsitzende Aart De Geus heute auf der Jahrespressekonferenz der Bertelsmann Stiftung.
Trotz der Krise in der Euro-Zone sichere die Gemeinschaftswährung mittel- und langfristig Wachstum, Wohlstand und Beschäftigung in ganz Europa. Ohne den Euro würde die Union politisch auseinander fallen und hätte im globalen Wettbewerb das Nachsehen, sagte De Geus. Um den Wert Europas und des Euro gerade für die deutsche Volkswirtschaft zu unterstreichen, hatte die Bertelsmann Stiftung am Montag eine aktuelle Studie veröffentlicht. Die Modellrechnung kam zu dem Ergebnis, dass Deutschland in erheblichem Maße vom Euro profitiert.
Selbst wenn Deutschland einen Großteil seiner Forderungen durch die verschiedenen Euro-Rettungsmaßnahmen abschreiben müsste, überwögen die wirtschaftlichen Vorteile aus der Währungsunion. "Eine Rückkehr zur D-Mark würde erheblichen volkswirtschaftlichen Schaden anrichten. Die Deutschen würden Einkommen und Arbeitsplätze verlieren", sagte De Geus. Bereits im Oktober 2012 hatte die Bertelsmann Stiftung vor den weitreichenden Dominoeffekten gewarnt, die ein Euro-Austritt Griechenlands mit sich bringen würde.



