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ESC Flopp wegen Merkel?

Cascada floppt beim ESC. Einen Schuldigen für das Debakel haben die Medien auch schon ausfindig gemacht – unsere Bundeskanzlerin, wer sonst!


von Eugen Schmidt

„And The Winner Is Cascada“ titelt am frühen Morgen die Bild. Würde es in einem der anderen 25 Teilnehmernationen zu derartigen Nachabstimmungen kommen, wäre das Ergebnis gewiss nicht anders ausgefallen und das jeweilige Land hätte nach Meinung des eigenen Volkes den Sieg errungen. Zum Glück - kann man aber heute sagen - haben wir nur den 21. Platz belegt. Einen Schuldigen für das Debakel haben die Medien auch schon ausfindig gemacht – unsere Bundeskanzlerin, wer sonst!
 
Peter Urban zu Cascada für Deutschland: "War das super. Ein Riesenjubel in der Halle. Ein klasse Auftritt: Auf den Punkt, mit Feuer und Spaß. Und wie Natalie mit dem Publikum gespielt hat, toll!“ Wäre Cascadas Auftritt auch so „klasse“ gewesen, wenn sie für Großbritannien gesungen hätte? Denn hier liegen ihre eigentlichen Wurzeln. Auch dazu hätte Urban sicherlich ein paar ‚nette‘ Worte gefunden. Schuld an der schlechten Platzierung wäre dann entweder ihre zu steife Haltung oder der falsche Song.
 
Cascada ist eine deutsche Musikgruppe aus dem Bereich der elektronischen Tanzmusik. Im Vorentscheid zum Eurovision Song Contest beschloss Deutschland, Cascada nach Malmö zu schicken. Die zweitplatzierten „LaBrassBanda“ gingen leer aus, obwohl sich die Mehrheit der Zuschauer für sie entschieden hat. Trotzdem bekam Cascada genügend Punkte von der nationalen Jury und sollte somit Deutschland beim ESC vertreten. Ihr Stil lässt sich vorwiegend in die Kategorien Hands up und Dance einordnen Genau dieses ‚Hands up‘ wurde zum Motto des Abends, nicht mehr und auch nicht weniger. Die Halle war für ganze dreieinhalb Minuten von erhobenen Händen erfüllt - ein Partysong eben. Spätestens nach der Telefonabstimmung machte sich jedoch große Ernüchterung breit, „der Riesenjubel und ein klasse Auftritt“ verblassten bei ganzen 18 Punkten und Schuld daran ist wiedermal die Bundeskanzlerin und die Politik. Vielleicht ähnelte „Glorious“ dem Song des Vorjahressiegers zu sehr, vielleicht haben die Menschen diesen Song, der seit Wochen in den Radios trällert, schon satt, vielleicht waren die anderen aber auch einfach besser.
 
Um sich über die Trauer der erneuten Niederlage hinwegzutrösten, hat man wieder ein neues Opfer gefunden: die ehemalige ESC-Gewinnerin aus dem Jahre 2010, Lena Meyer-Landrut. Bei der Punktevergabe am Samstag verhaspelte sie sich versehentlich und wurf die Länder Dänemark und Norwegen durcheinander. Die schlechte Platzierung Deutschlands erschien plötzlich nebensächlich. Der Spiegel schreibt: „Die Frau, die 2010 den Eurovision Song Contest gewann. Die selbst vor einem Millionenpublikum auf der Bühne stand und der Entscheidung entgegenfieberte. Ausgerechnet ihr musste dieses kleine Malheur passieren.“ Eben das war es, ein „kleines Malheur“! Trotzdem aber groß genug um die ungerechten und gemeinen Kommentare Peter Urbans in den Schatten zu stellen. Dass gerade ihm, einem erfahrenen Journalisten und Moderator so viele „Malheur“ passieren, fiel den Medien offensichtlich nicht auf.
 
Das „ABC des Journalismus“ definiert journalistisches Kommentieren wie folgt: „Der Kommentar nimmt im Regelfall zu einer aktuellen Nachricht Stellung. Er erläutert die Wichtigkeit des Themas, interpretiert die Bedeutung, macht mit Zusammenhängen vertraut, stellt Kombinationen an, wägt unterschiedliche Auffassungen ab, setzt sich mit anderen Standpunkten auseinander und verhilft dem Leser dazu, sich ein abgerundetes Bild über das Ereignis zu machen.“
 
Wo war Peter Urbans Auseinandersetzung mit anderen Standpunkten? Den einzigen Standpunkt, den er den ganzen Abend vertrat, war der eines nahezu rassistischen Kommentators, der wenig Positives für die anderen Auftritte übrig hatte. Den deutschen Zuschauern, die an diesem Abend den ESC auf ARD verfolgten, wurde kaum Raum für eigene Meinungen gelassen. Selten waren Hintergrundinformationen über die Künstler zu hören (oft lediglich nur im Beitrag vor dem Auftritt). So beschwerte er sich über das „verkrampfte und steife“ Tanzen der Weißrussin Alena Lanskaja. Dass ihr Kleid mehrere Kilos wog und sie wahrscheinlich deshalb so verkrampft tanzte, hatte er jedoch nie erwähnt.
 
Für den Künstler und Countertenor Cezar aus Rumänien hatte der anmaßende Moderator folgende Worte übrig: "Das hat die Welt gebraucht: Modern Talking, wiedergeboren als jubilierender Graf Dracula, der gerade neue Opfer gefunden hat." Keine Erwähnung darüber, dass Cezar einer der besten und erfolgreichsten Countertenöre unserer Neuzeit ist. Kein Wort darüber, dass dieser die italienische Musikschule Conservatorio di musica „Giuseppe Verdi” di Milano in Mailand besuchte, wo er Barockmusik studierte und heute auf allen Bühnen der Welt gefragt ist.

Ist das das Deutschland, das Integration durch überschwänglichen Sarkasmus über andere Nationen definiert? Man stelle sich vor, die ca. 7 Millionen Ausländer die integrationswillig sind, hätten sich am Abend diese Sendung angeschaut – mit Sicherheit würden Sie sich abstoßend und beschämend von einem „Zugehörigkeitsgefühl“ abwenden. Das „Du bist Deutschland“ verblasst an dieser Stelle. Nein! Das ist nicht mein Deutschland und ich schäme mich für diesen eigentlichen tollen europäischen Abend.
 
Ist es noch angebracht in einer globalisierten und weitaus offenen Welt, Menschen wie Peter Urban interkulturelle Veranstaltungen kommentieren zu lassen? Ein Kommentator, der durch gehässige Kommentare auf Kosten anderer, alles andere als sympathisch erscheint. Vielleicht sollte er eine neue Dissertation mit einem von mir vorgeschlagenen Titel: "Rollende Worte - Die Poesie des geschmacklosen Kommentierens" verfassen.
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