Amerikanischer Hersteller der Euro Hawk-Drohne widerspricht der Bundesregierung. "Northrop Grumman hat keine formelle Nachricht erhalten, dass das Programm beendet wird".
Der amerikanische Rüstungskonzern Northrop Grumman, der die Drohne Euro Hawk für die deutsche Luftwaffe herstellen sollte, widerspricht in der ZEIT der Darstellung der Bundesregierung über die Gründe für den Ausstieg aus dem Projekt.
Die Firma weiß laut eigenen Angaben nichts von einem Aus für den Euro Hawk. "Northrop Grumman hat keine formelle Nachricht erhalten, dass das Programm beendet wird", erklärte ein Sprecher des Unternehmens gegenüber der ZEIT.
Vergangene Woche hatte Verteidigungsminister Thomas de Maizière das Projekt, das bereits mehr als 600 Millionen Euro gekostet hat, gestoppt. Grund sei, so das Verteidigungsministerium, dass Euro Hawk für den zivilen europäischen Luftraum keine Zulassung erhalten werde. Das Flugzeug verfüge nicht über die notwendige Antikollisionstechnologie, um sicher zu navigieren. Außerdem habe die amerikanische Seite nicht alle Baupläne zur Verfügung gestellt, die zur Zertifizierung erforderlich gewesen seien.
Zu dem Vorwurf, es seien nicht sämtliche Baupläne nach Deutschland geliefert worden, erklärt Northrop Grumman in der ZEIT: "Wir haben unserem Kunden uneingeschränkten Zugang zu über 4000 Dokumenten gewährt, um ihn bei der Zertifizierung zu unterstützen."
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