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BKA warnt vor Schusswaffen aus 3D-Druckern

Das Bundeskriminalamt (BKA) warnt in einem vertraulichen Papier vor voll funktionsfähigen Schusswaffen aus modernen 3D-Druckern. Die entsprechenden Waffen-Baupläne waren bis vor Kurzem frei im Internet erhältlich und wurden über 100.000-mal heruntergeladen.

 

Das Bundeskriminalamt (BKA) warnt in einem vertraulichen Papier, das der "Bild-Zeitung" (Mittwochausgabe) nach eigenen Angaben vorliegt, vor voll funktionsfähigen Schusswaffen aus modernen 3D-Druckern. Nach Informationen der Zeitung trafen sich deshalb Mitte Mai die Spitzen der deutschen Geheimdienste und des BKA zu einem Geheimtreffen im Bundeskanzleramt.
 
Die entsprechenden Waffen-Baupläne waren bis vor Kurzem frei im Internet erhältlich und wurden über 100.000-mal heruntergeladen. Inzwischen hätten die Behörden dafür gesorgt, dass die Konstruktionspläne nicht mehr verfügbar sind, heißt es in dem Bericht weiter. Ein BKA-Waffenexperte soll unter dem Tagesordnungspunkt "Die Waffe aus dem 3D-Drucker" die neuesten Erkenntnisse der Sicherheitsbehörden zu der Funktionsweise und der möglichen Verbreitung der illegalen Kunststoff-Drucker-Waffen vorgestellt haben.

Dabei bestätigte der BKA-Mitarbeiter nach "Bild"-Informationen: "Die Feuerwaffen sind grundsätzlich funktionsfähig, weisen aber noch Unsicherheiten auf." Schussfähige Waffen aus 3D-Druckern seien mit der frei erhältlichen Technik "machbar", aber nur für die Verwendung "leistungsschwacher Munition" geeignet. Die Zündungsenergie (Gasdruck) stärkerer Kaliber könne Plastikwaffen beim Schuss vollständig zerstören. Zudem könnten 3D-Waffen nur einmal verwendet werden, da das Plastik nach dem ersten Schuss spröde werde und bei einer weiteren Verwendung explodieren könne. Das BKA testet derzeit nach "Bild"-Informationen in einer geheimen Versuchsreihe die Wirkung illegalen Schusswaffen aus modernen 3D-Druckern weiter aus.
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