movie2k könnte bald wieder online sein allerdings mit neuer Domain. Offensichtlich haben nicht die Behörden, sondern die Betreiber selbst die Seite abgeschalet. Kommt movie2k wieder? Als movie4k.to - gehostet auf den Jungferninseln?
Der Krimi um movie2k geht weiter, und noch ist nicht endgültig klar, ob es wirklich die Behörden waren, welche das Filmportal abgeschaltet haben. Es scheint eher das Gegenteil der Fall. Denn hinter den Kulissen tut sich was und es sieht ganz und gar nicht so aus, als ob Deutschlands beliebtestes (illegales) Filmportatl tot ist. Möglicherweise aufersteht die Seite wieder unter einer anderen Domain: movie4k.to
Der Informationsdienst Torrentfreak hat derweil pikante Details recheriert. Während Movie2K.to nicht mehr erreichbar ist, wurde man auf Movie2K.com fündig. Dort werden Besucher auf die Webseite Movie4K.to umgeleitet, deren Server auf den Jungferninseln stehen sollen. Dort heißt es gegenwärtig lapidar: "Please come back later for more news."
Das sieht nun wirklich nicht danach aus, als wenn die Staatsanwaltschaft die Finger im Spiel hat. Als kino.to hochgenommen wurde, gab es auf der Seite einen amtlichen Hinweis, dass die Seite gesperrt wurde. Dieser fehlt hier völlig und man wird auf movie4k.to weitergeleitet mit dem entsprechenden Hinweis, doch später noch einmal vorbeizuschauen um neue News zu erhalten.
Was waren die Gründe für die Abschaltung?
Es sieht so aus, als wenn die Betreiber einen Vertrag mit dem rumänischen Hoster Voxility selbst aufgelöst haben. Der Fall könnte mit dem User "Hologram" in Verbindung stehen, der angeblich über 100000 Filme hochgeladen hat und der nun festgenommen wurde. Der GVU zufolge sei der User "geständig" und hätte alles zugegeben.
Vermutung: "Hologram" seine Filme auf den rumänischen Provider Voxility hochgeladen. Um die Spuren zu verwischen, haben sich die Betreiber von movie2k offenbar entschieden, den schnell den Hoster zu wechseln und auf die sicheren Jungferninseln umzuziehen. So ein Umzug braucht jedoch ein wenig Zeit. Insidern zufolge könnte movie2k und dem neuen Namen movie4k schon bald wieder online sein.
Noch ein Indiz, dass die Staatsanwaltschaft keineswegs eingegriffen hat: die Domain ist nicht aus dem Verkehr gezogen, sondern hat derzeit lediglich einen "reserved"-Status. Das heißt, sie ist keinem Server zugeordnet.
Auch nach Informationen von Torrentfreak haben die Macher selbst bei Voxiltiy angeordnet, die Domain auf "reserved" zu schalten und nicht die Behörden. Also haben weder GVU noch Staatsanwaltschaft etwas damit zu tun.
Was hat die Piratenpartei mit movie2k zu tun?
Domains aus Tonga (.to) sind geheim, anders als bei .com oder .net gibt es keine Auskünfte über die Inhaber. Eine begrenzte Suche ist aber über die DNS-Einträge möglich. Und dort hat sich Freitagabend Erstaunliches getan. Im DNS-Eintrag steht "piratenpartei.de". Die Presseabteilung der Piratenpartei bestritt jedoch irgendwas damit zu tun zu haben. Ihre DNS Server würden diese Domain nicht bedienen.
Aktuelle Veränderungen bei movie2k.to:
Created on: Tue Aug 31 05:07:54 2010
Last edited on: Fri May 31 08:28:53 2013
Expires on: Thu Aug 31 05:07:54 2017
Primary host add: 87.106.42.187
Primary host name: dns1.piratenpartei.de
Secondary host add: 62.48.67.66
Secondary host name: ns2.pop-hannover.net
Auch bei movie2k.com gibt es ein Eintrag von "piratenpartei.de":
Name Servers:
dns1.piratenpartei.de
dns2.piratenpartei.de
ns.pop-hannover.de
ns2.pop-hannover.net
Creation date: 06 Dec 2008 16:01:00
Expiration date: 06 Dec 2016 16:01:00
Seit Freitagnachmittag leitet die Domain movie2k.com ihre Besucher auf einen Server auf den britischen Virgin Islands um. Dort wurde schon 2001 eine neue Domain registriert: Movie4k.to - das Erbe von Movie2k?
Damit hat sich die GVU wohl zu früh gefreut. Mehr als unverständlich ist auch, dass die Abschaltung von movie2k schon fast als Fahndungserfolg verkauft wurde.
Unterdessen sinnt die GVU nach anderen Mitteln, Streaming-Seiten trocken zulegen. Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen GVU will nun die Geldquellen stoppen. GVU-Geschäftsführer Matthias Leonardy fordert die Werbewirtschaft deswegen auf, künftig zu verhindern, dass ihre Anzeigen auf den illegalen Portalen angezeigt werden: „Es kann nicht im Sinne der Werbetreibenden sein, dass ihre Markennamen in einem illegalen Umfeld auftauchen.“ sagte Leonardy im Gespräch mit der "Welt am Sonntag". Um das zu verhindern, reicht es laut Leonardy nicht, gegen einzelne Werbevermarkter zu ermitteln - er fordert die Mithilfe der gesamten Branche ein: „Die Werbewirtschaft muss sich - in Form einer Selbstverpflichtung und mit Hilfe eines gemeinsamen technischen Standards - darum kümmern, dass ihre Anzeigen nicht länger zur Finanzierung dieser Seiten beitragen.“ Leonardy sagte, man befinde sich bereits in Gesprächen mit der Branche.



