In Frankfurter Bankenkreise wird darüber spekuliert, ob die Commerzbank mit der Deutschen Bank fusioniert. Auch Hedgefonds sollen angeblich auf diese Vereinigung spekulieren. Ist eine Mega-Fusion sinnvoll?
Kommt es zu einer Fusion von Commerzbank und Deutscher Bank? Muss die Deutsche Bank gar die Commerzbank übernehmen, weil sie allein zu schwach wird? In Frankfurt brodelt die Spekulationküche. Auch das Wall Street Journal greift die These auf und beruft sich dabei direkt auf den Vorstand des deutschen Bankenprimus.
Demnach hätten Anshu Jain und Jürgen Fitschen es mehr als einmal gesagt: Der Bankensektor wird sich in der Krise konsolidieren. Überleben werden nur die Besten, und zu denen wollen die Deutsche Bank (und ihren beiden Co-Chefs) natürlich gehören. Auch die Commerzbank will überleben, nur ist ihre Position schwächer und der Marktwert auf einem Tiefpunkt.
Das sorgt für Fantasien: Analystin Aurelia Faure von der spanischen Großbank Santander spielt das Szenario einer Mega-Fusion der beiden größten deutschen Privatbanken durch – und sieht Vorteile für beide potenziellen Partner.
Mit diesem Gedankenspiel ist Faure nicht allein. Die massiven Kursverluste der Commerzbank in den vergangenen Jahren haben ihren Wert auf Schnäppchen-Niveau sinken lassen. Kurz vor der Kapitalerhöhung, als die Commerzbank-Aktie zum Spielball von Hedgefonds wurde und stark verlor, kursierten in den Handelsräumen Gerüchte über eine Übernahme. Nachdem Blackrock seinen Anteil erhöht hatte, wurde der weltgrößte Vermögensverwalter von Börsianern prompt als Interessent gehandelt.



