Die Unruhen in der Türkei eskaliert weiter. In der Nacht gab es den dritten Toten. Zugleich verhaftet die Polizei Twitterer in der Touristenstadt Izmir.
Die Unruhen in der Türkei gehen weiter. Der Widerstand bleibt: Zehntausende demonstrierten am Mittwochabend in Istanbul friedlich gegen die Regierung. In der Stadt Tunceli kam es zu Strassenschlachten zwischen Aktivisten und der Polzei. Ein Verletzter verstarb inzwischen im Spital. Ein Ende des Aufstandes ist derzeit nicht absehbar.
Unterdessen reagierte die Polizei offenbar auf Erdogans Bemerkung, die Internet-Plattform Twitter sei die schlimmste Bedrohung der Gesellschaft. In der Nacht zum Mittwoch wurden vor allem in der Mittelmeermetropole Izmir zahlreiche Twitter-Nutzer festgenommen. 38 von ihnen blieben im Gewahrsam, wie Sevda Erkan Kilic, Rechtsanwalt und Provinzsekretär der kemalistischen Partei CHP in Izmir, der Zeitung Hürriyet Daily News erklärte. Die Polizei sagte, die Delinquenten hätten über das soziale Netzwerk „zum Aufstand aufgerufen und Propaganda verschickt“.
Der Taksim-Platz im Istanbuler Zentrum ist Ausgangspunkt und Zentrum der teils gewaltsamen Proteste, die inzwischen auf 79 der 81 türkischen Provinzen übergegriffen haben.
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