South China Morning Post: „Snowden hat Hongkong mit einem Aeroflot-Flug nach Moskau verlassen, wie glaubwürdige Quellen uns versichert haben." - PRISM habe auch Mobilfunkanbieter in China angegriffen, um SMS-Kurznachrichten abzufangen.
Der NSA-Whistleblower Edward Snowden ist laut Agenturmeldungen per Aeroflot aus Hongkong nach Moskau gestartet. Wie die „South China Morning Post” auf ihrer Website berichtet, handelt es sich jedoch um keinen Direktflug. Aus Moskau soll es weiter nach Irland oder Ecuador gehen.
„Der US-Aufdecker Edward Snowden hat Hongkong mit einem Aeroflot-Flug nach Moskau verlassen, wie glaubwürdige Quellen uns versichert haben“, schreibt die Zeitung, die in Hongkong Exklusiv-Interviews mit Snowden geführt hatte, in ihrem Online-Portal am Sonntag.
„Moskau wird nicht seine Endstation sein“, so das Blatt, das mit einem Weiterflug nach Ecuador oder Island spekuliert.
Zuvor war bekannt geworden, dass der US-Geheimdienst NSA (National Security Agency) Millionen chinesischer Mobilfunknachrichten sowie wichtige Datenübertragungsleitungen der Tsinghua-Universität in Peking ausspioniert haben soll.
Der Abhördienst habe auch Mobilfunkanbieter in China angegriffen, um SMS-Kurznachrichten abzufangen, berichtete Snowden. Solche Kurznachrichten über Handy sind in China ein besonders beliebtes Kommunikationsmittel. Im vergangenen Jahr wurden nach offiziellen Angaben fast 900 Milliarden SMS verschickt.
Pekings amtliche Nachrichtenagentur hat die USA als „größten Schurken“ in der IT-Spionage gebrandmarkt.



