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Gold: Der Jahrhundert-Crash

Rekordverlust bei Gold und Silber: Fast 25% runter in einem Quartal. Edelmetalle im freien Fall. Der Mainstream plappert absurde Gründe für den Kurssturz nach. Angeblich gute US-Daten. Das jedoch ist völlig wirklichkeitsfremd.


von Michael Mross

Kursverlust in diesem Jahr bei Gold 27%  und  Silber gar 39%.  Solche Kursstürze sind historisch einmalig und niemand weiß genau, wie es weiter geht. Nur eines ist klar: Was der Wirtschafts-Mainstream zu den Ursachen plappert, ist an Inkompetenz nicht mehr zu überbieten. Unisono werden gute Wirtschaftsdaten aus den USA als Grund für den Kursverfall bei Edelmetallen genannt. Wie dumm muß man als Finanzjournalist eigentlich sein, um diese von den Agenturen vorgegebene Argumentation tatsächlich abzudrucken?

Gute Wirtschaftsdaten würden für Inflation sprechen. Inflation jedoch spricht eher für Gold. Doch ganz abgesehen davon, dass die Statistiken in den USA einen hedonistischen Touch haben - um nicht zu sagen sie sind gefälscht - sind die Daten ansich alles andere als gut. Und genau das ist das Problem für Gold.

Die angeblich guten Daten sind nämlich in Wirklichkeit grottenschlecht und es sieht so aus, als wenn wir in eine Deflation schliddern. Das ist eine brandgefährliche Situation für die Notenbanken, weil sie Deflation nicht mehr kontrollieren können. Derzeit scheint sich weltweit das japanische Syndrom auszubreiten: Die Notenbanken drucken Geld wie nie zuvor, aber es tut sich nichts mehr in der Realwirtschaft.

Dies Situation wird von manchen auch als "Singularität" interpretiert: Zinsen bei Null, Geldruck bei Unendlich - Effekt gleich Null. Die Folge ist programmiert: Vertrauensverlust in Zentralbanken, Politik und schließlich Geld.

Ausgelöst, bzw. beschleunigt werden könnte der Geldverfall durch die verworrene Lage im korrupten China, wo praktisch alle Banken wackeln und pleite sind. Diagnose: Verzockt in Vetternwirtschaft. Am Mittwoch wurde berichtet, dass die größten Banken keine Darlehen mehr vergeben. Zuvor gab es schon Ausfälle bei Überweisungen und Geldautomaten. Der nächste Schritt wird sein, dass die Einlagen weg sind. Ob China dann noch ruhig bliebt, ist mehr als fraglich.

Die Unruhen in Chinas Finanzsystem scheinen auch ein Hauptauslöser des Preisverfalls bei Gold und Silber zu sein. Dafür sprechen Kursstürze in den frühen Morgenstunden europäischer Zeit. Die Finanzhäuser sind offenbar gezwungen, alles zu versilbern um an Liquidität heranzukommen. Und dazu zählt eben auch Gold, welches man an den Weltmärkten am einfachsten verscherbeln kann. Doch das alles sind dramatische Warnsignale für die Zukunft.

Ein Ausfall des Wirtschaftsmotors Chinas hätte automatisch einen globalen deflatorischen Schock zur Folge. Dies mag ein Grund sein, warum Edelmetalle fallen. Allerdings müsste dann z.B. auch der Ölpreis abstürzen und der ist relativ stabil.

Unterm Strich allerdings kann man festhalten, dass eine deflatorische Tendenz aktuell eher wahrscheinlich erscheint. Und das ist nicht nur schlecht für Rohstoffe, sondern das Todesurteil für alle Banken weltweit. Eine Kontraktion der Weltwirtschaft würde unweigerlich zum Bankenkollaps führen, denn diese sind vollgesaugt mit Krediten, die dann notleidend werden. Und China weist in dieser Hinsicht den Weg: nicht nur vollgesaugt mit Krediten, sondern auch noch total korrupt, verzockt in Geisterstädten und versickert in dubiosen Politikkanälen.

Ein Deflation ist auch ein Sargnagel für das Geldsystem: Alles Geld der Welt spiegelt sich nämlich in den Bankbilanzen wider. Und wenn diese verkürzt werden oder sogar pleite gehen, dann ist das Geld weg. Diesen Mechanismus aber kennen nur die wenigsten Menschen, sonst würden sie heute noch zur Bank rennen und ihr Geld abheben.

Aber genau dazu wird es kommen: Zur Totalenteignung aller Geldbesitzer. Diese merken es allerdings erst, wenn sie, wie jetzt in China, keine Überweisungen mehr vornehmen können oder wenn der Geldautomat tot ist.

Erst wenn die Geldautomaten nichts mehr ausspucken werden die Menschen merken: Geld geht, Gold bleibt.

Frisch raus gekommen: "In Gold We Trust" Analyse von Ronald Stöferle

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