Die spekulativen Finanzinvestoren bleiben Gold gegenüber weiter stark negativ gestimmt. Sie haben in der Woche zum 25. Juni ihre Netto-Long-Positionen auf ein 6-Jahrestief von 30,3 Tsd. Kontrakten abgebaut.
von Commerzbank Commodity Research
Nachdem der Goldpreis am Freitag phasenweise unter die Marke von 1.200 USD je Feinunze gerutscht war, kam es am späten Nachmittag zu einer Erholungsrallye. Offensichtlich getrieben von der Eindeckung von Short-Positionen legte das gelbe Edelmetall auf Schlusskursbasis um fast 3% zu. Die Erholungsbewegung setzt sich zum Wochenauftakt fort, so dass Gold am Morgen bei rund 1.240 USD je Feinunze handelt.
Der Swing bei Silber war noch deutlich ausgeprägter. Das weiße Edelmetall verteuerte sich am Freitag sogar um mehr als 6% und notierte heute Morgen kurzzeitig wieder über der Marke von 20 USD je Feinunze. Die spekulativen Finanzinvestoren bleiben Gold gegenüber weiter stark negativ gestimmt. Sie haben in der Woche zum 25. Juni ihre Netto-Long-Positionen auf ein 6-Jahrestief von 30,3 Tsd. Kontrakten abgebaut.
In dieser Beobachtungsperiode hatte der Fed-Vorsitzende Bernanke die Märkte auf einen Politikwechsel der US-Notenbank vorbereitet. Die in den letzten Monaten stark gefallenen Goldpreise machen sich mittlerweile bei den Produzenten bemerkbar. So verschiebt Barrick Gold, das weltweit größte Goldminenunternehmen, den Start der „Pascua-Lama“-Goldmine im Grenzgebiet zwischen Chile und Argentinien um zwei Jahre auf Mitte 2016. Im Zuge dessen muss das Unternehmen bis zu 5,5 Mrd. USD abschreiben. Sollte der Goldpreis längerfristig niedrig bleiben oder weiter fallen, dürften andere Goldproduzenten dem Beispiel folgen.



