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Siemens: Löscher fliegt

Siemens: Löscher Rücktritt? Siemens vor Chefwechsel. Industrievorstand Siegfried Russwurm soll Peter Löscher ersetzen.

 

Der Technologiekonzern Siemens bekommt voraussichtlich einen neuen Chef. Nach Informationen von manager magazin wollen Aufsichtsräte des Unternehmens am morgigen Samstag auf einer Vorbesprechung über die Neubesetzung des CEO-Postens befinden. Die formelle Entscheidung soll dann auf der Aufsichtsratssitzung am kommenden Mittwoch fallen. Den Informationen zufolge will eine Mehrheit der Räte den amtierenden Konzernchef Peter Löscher abberufen. Nachfolger soll Kreisen zu Folge Industrievorstand Siegfried Russwurm werden.

Die Initiative kommt von Kapitalvertretern des Aufsichtsrats. Aber auch unter den Arbeitnehmern gärt es. Mit seinem Sparkurs und dem Abbau von voraussichtlich 10.000 Stellen weltweit hatte Löscher die Belegschaft gegen sich aufgebracht. Gewerkschafter fordern eine Strategie für Deutschland.

Löscher muss damit die Konsequenzen für diverse Managementfehler tragen. Wiederholt hatte Siemens eigene Prognosen verfehlt. Schuld daran waren zum großen Teil hausgemachte Probleme. So erwiesen sich etwa mehrere Zukäufe als Flops. Auch technische Fehler bescherten dem Konzern immer wieder hohe Abschreibungen.

Erst am Donnerstag war Löscher wegen einer neuerlichen Gewinnwarnung erneut unter Druck geraten. Er hatte sein selbst gestecktes Ziel, den Technologiekonzern bis 2014 auf eine operative Rendite von 12 Prozent zu hieven, aufgeben müssen. In der Folge war die Siemens-Aktie um sieben Prozent abgesackt.

Trotz der vielen Fehlleistungen zählte Löscher zeitweise zu den bestbezahlten Managern der Republik. In der Spitze kam er auf fast 9 Millionen Euro Jahresvergütung. In einer Imagestudie, die manager magazins in seinem aktuellen Heft veröffentlicht, hatte Löscher deutlich schwächer abgeschnitten als der Siemens-Konzern.

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