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SAP: Vermögenssteuer killt D

 SAP: Aufsichtsratschef Plattner sieht den Fortbestand als deutsches Unternehmen durch Vermögenssteuer bedroht. Der Milliardär droht zudem damit, seine Stiftertätigkeit auf den Prüfstand zu stellen, sollte die Vermögenssteuer kommen.


 
SAP-Gründer und Multimilliardär Hasso Plattner bezieht im Bundestagswahlkampf Stellung gegen eine Vermögenssteuer. Eine solche Steuer würde die deutschen Wurzeln der Unternehmen bedrohen, warnt er im Gespräch mit der "Welt am Sonntag". "Was ist denn, wenn eine Firma keine deutschen Aktionäre mehr hat? Wird es dann noch eine Zukunft für den Firmensitz in diesem Lande geben?"


Plattner ist einer der reichsten Menschen in Deutschland. Sein Aktienbesitz an SAP ist mehr als sieben Milliarden Euro wert.  Gleichzeitig ist er einer der bedeutendsten Stifter in Deutschland. Microsoft-Gründer Bill Gates nahm ihn vor wenigen Monaten in seine Initiative "The Giving Pledge" auf, in der sich Superreiche dazu bekennen, ihr Vermögen für wohltätige Zwecke zu verwenden.


Eine Vermögenssteuer werde zwangsläufig dazu führen, dass Wohlhabende ihren Aktienbesitz verkaufen. "Sie müssten zwei, drei Prozent Ihrer Aktien verkaufen. Darauf werden dann wiederum 30 Prozent Kapitalertragssteuer fällig. Nach vier Jahren sind dann zehn Prozent weg." Das entspräche etwa dem Anteil, den Plattner derzeit an SAP hält.


Der Milliardär droht zudem damit, seine Stiftertätigkeit auf den Prüfstand zu stellen, sollte die Vermögenssteuer kommen. "Ich werde auf der Stiftungsratssitzung vorbeugende Maßnahmen ergreifen, um mich für den Fall vorzubereiten, dass es eine Vermögenssteuer geben wird",  sagte er. Details nannte er nicht. Plattner steckte in den vergangenen Jahren mehr als 200 Millionen Euro in das von ihm gegründete Institut.


Die Diskussion erhält auch dadurch an Brisanz, dass SAP ab dem kommenden Jahr vom Amerikaner Bill McDermott gesteuert wird. Die Belegschaft in Walldorf hatte vor einem Bedeutungsverlust der deutschen Konzernwurzeln gewarnt. Plattner bekräftige, dass eine Verlagerung des Konzernsitzes kein Thema sei. "Darüber gibt es keine Diskussion", sagte er.

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