Der Kurssturz bei K+S könnte erst der Anfang sein eines steinigen Weges nach unten, bei dem die gesamte Existenz des Unternehmens bedroht ist. Der Bruch des Kali-Kartells könnte für K+S das Ende der Dünger-Sparte bedeuten.
Ein internationaler Analyst brachte es auf dem Punkt: "Die Kali-Welt sieht seit heute anders aus". Genau so ist es. Die hohen Kalipreise konnten nur durch den Zusammenhalt eines international tätigen Kali-Kartels oben gehalten werden. Dieses ist jetzt zusammengebrochen und damit ist die Existenz vieler Unternehmen bedroht, welche einen relativ hohen Kali-Preis brauchen, um konkurrenzfähig zu sein.
Und genau darum geht es. Der Austritt von Uralkali aus dem Kartell wird die Kalipreise sinken lassen. Das ist kein Problem für Uralkali, welche den Dünger für rund 150$ / Tonne herstellen. Es ist allerdings ein Riesenproblem für alle, die einen bedeutend höheren Preis brauchen und dazu zählt auch K+S.
An der Börse wird kolportiert, dass K+S etwa 300$/Tonne braucht. Ein Unterschreiten dieses Preislimits würde unweigerlich zu riesigen Verlusten und am Ende zur Aufgabe des Geschäftsbereichs führen. Und das ist das Ziel von Uralkali, einer der größten Kaliproduzenten der Welt.
Durch Bruch des Preiskartells will man unliebsame Wettbewerber aus dem Markt drängen und dazu gehört vermutlich auch K+S. Ohne "K" wäre K+S aber nur noch "S", also Salz. Das Unternehmen wäre nicht mehr wiederzuerkennen und auch aus dem DAX fliegen. - Schlimmer noch: K+S hat gerade in Kanada eine Riesen-Aquitsition getätigt. Sollten die Kalipreise allerdings wirklich unter 3000$ fallen, dann kann man dieses Investment abschreiben. Das wäre dann ein weiterer Sargnagel.



