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Ägypten zur Zeit des Ramadan

Sharm el Sheikh: Expression zur Lage in Ägypten am Urlaubsort am Roten Meer. - Eine Schifftour zu den einschlägigen „Tauchrefugien“ entartete zu einem Massenerlebnis: Unter Wasser begegnete ich mehr Tauchern als Fischen.

 

von Hans-Jörg Müllenmeister

Nur eine kleine Expression zur Lage in Ägypten am Urlaubsort am Roten Meer. Nach zehn Jahren besuchte ich Sharm el Sheikh wieder einmal. Gott sei Dank sind die politischen Unruhen aus den Großstätten nicht bis zur Küste von Sharm el Sheikh vorgedrungen − der ehemaligen Residenz von Mubarak. Aber einiges andere hat sich seit damals dramatisch verändert: Die eintönige Wüstenlandschaft entlang der Küste ist zum Teil „bunter“ gestaltet. Das Wüstenbraun wich einem Fleckenteppich aus farbigen Kunststoffen − statt Wüstengewächse rollen windgetrieben, PET-Flaschen wie Staubteufel durch die Öde. Immer wieder sieht man unfertige Häuser und Betonburgen. Eine Immobilienblase, ähnlich wie in Spanien, scheint sich über große Küstenstreifen auszudehnen. Nun, die Haupteinnahmequelle „Tourismus“ schwankt gewaltig. Die politische Situation sorgt für abnehmende Attraktivität. Landesweit sind die Hotels nur mit 50% ausgelastet. Wie sich die Zeiten doch ändern. Sind die Zeugnisse der hochstehenden altägyptischen Kultur die stolzen Pyramiden, so brilliert das „modernen Ägypten“ mit angeschwemmten Kultur-„Ungütern“ wie PET-Flaschen und allem möglichen Plastik-Unrat.

Eine Schifftour zu den einschlägigen „Tauchrefugien“ entartete zu einem Massenerlebnis: Unter Wasser begegnete ich mehr Tauchern als Fischen. Der Tiefseeforscher Dr. Hans Hass würde sich im Grabe rumdrehen. Weite Teile der Korallenbänke sind regelrecht abrasiert durch „Touristen-Erosion“. Nur mit Tauchermaske ausgerüstet, wagte ich einen einzigen Freigang zu den blubbernden vollausgerüsteten Taucherwesen unter mir in 15 Meter Tiefe. In Ermanglung eines telegenen Hais sahen mich die Blubbernden ehrfürchtig-verwundert an. Das blieb dann der einzige Gag, den ich mir erlaubte, man macht sich ja keine Vorstellung wie kalt es da unten ist.

Fast so rar wie die Fische sind „über Wasser“ in Sharm el Sheikh deutsche Touristen zur Zeit des Ramadan. Dafür verbrachten viele ägyptische Familien aus Kairo hier ihren „Sicherheits-Urlaub“. Ja, es tat sich in den letzten Jahren etwas Signifikantes. Da konnte ich beim Essen einige Beobachtungen und Studien machen. Die Ägypter und Ägypterinnen essen reichlich und schnell. Meist glichen ihre körpereigenen Sitzflächen in der Größe eher riesigen Pizzafladen. Wulstige Fettringe trotzen jeder Furcht vor einer Wasserbegegnung. Die moslemischen Frauen pflegen in voller Montur das Meer aufzusuchen, sogar i-pad-bestückt. Sie suchen das Rote Meer nicht aus Schwimmlust auf, ihnen genügt die leichte Abkühlung der unteren Extremitäten. In der Zeit des Ramadan hat man kaum Mühe, auf wirklich gläubige Mohammedaner zu stoßen. Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang passieren weder Speise noch Trank ihren Magen-Darm-Trakt. Stellen Sie sich das vor, ohne ein Schluck Wasser. Schon allein wegen der Gluthitze um 46°C bedeutet das ein wahrer Verzicht. Da hat ihnen der Prophet Mohammed schon ein Opfer abverlangt, und das ohne Ausreden oder Kompromisse. Die Gläubigen halten das über 40 Tage des Ramadan durch. Hut ab!

Andererseits schien es mir, als ob die Ägypter ganz von der amerikanischen Subkultur vereinnahmt sind. Im Restaurant des Hotels beobachtete ich eine junge Frau, die Cola light ins Fläschchen des Kindes füllte. Überhaupt waren viele Touristen weniger mit ihrer Entspannung beschäftigt als mit dem ständigem Herumfingern an ihren digitalen Suchtgeräten, sogar während des Essens. Natürlich sorgten Russen für Dominanz. Es waren durchaus sympathische Familien mit einigen Ausreißern. Ein Beach-Amateur klärte mich auf. Die PET-Flaschen, die eigentlich wassergefüllt waren, erwiesen sich bei einigen Russen als Wunderflaschen, denn das Nass hatte sich in Wodka verwandelt. Ein deutlicher Fortschritt, denn vor zehn Jahren trat man noch in zertrümmerte Glasscherben am Strand. Das Kunststoff-Zeitalter hat eben auch seine guten Seiten.

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