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Goldcrash back?

Gold und Silber massiv unter Druck, Erwartung auf Reduktion der Fed-Anleihekäufe in der kommenden Woche belastet

 

Von Commerzbank Commodity Research

Gold und Silber stehen weiter unter Druck. Gold verlor gestern 3,2% und verzeichnete damit den größten Tagesverlust seit mehr als zwei Monaten. Die Schwäche setzt sich am Morgen fort: Gold handelt aktuell nur noch knapp oberhalb von 1.300 USD je Feinunze. Der Verkaufsdruck ging dabei vor allem vom Futuresmarkt aus, da die ETFs keine Abflüsse verzeichneten.

Das gestrige Handelsvolumen an der Comex lag zwar deutlich höher als an den vorherigen Tagen, entsprach aber mit knapp 200 Tsd. Kontrakten dem Durchschnitt der vergangenen Monate. Neben nachlassenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten, welche die Nachfrage nach Gold als sicheren Hafen schmälern, scheint der Markt eine Reduzierung der Fed-Anleihekäufe in der kommenden Woche vorwegzunehmen.

Belastend für die Marktstimmung war auch die negative Einschätzung des auf Edelmetalle spezialisierten Beratungsunternehmens GFMS, welches bis Ende 2014 aufgrund der Wende in der US-Geldpolitik einen weiteren Rückgang des Goldpreises auf weniger als 1.300 USD je Feinunze erwartet. Trotz des Goldpreisrückgangs rechnet GFMS außerdem damit, dass die globale Goldminenproduktion in diesem Jahr auf gut 2.900 Tonnen steigen wird.

Dagegen soll das Angebot an Altgold deutlich auf ca. 1.400 Tonnen fallen. Noch ärger als Gold traf es gestern Silber, welches um 6% auf ein 4-Wochentief von weniger als 21,8 USD je Feinunze nachgab. Silber macht damit erneut seinem Ruf alle Ehre, die Preisbewegungen von Gold überproportional nachzuvollziehen. Auch hier dürfte der Futuresmarkt für den Preisrückgang verantwortlich sein, da die Silber-ETFs in den vergangenen beiden Tagen sogar Zuflüsse von knapp 60 Tonnen verzeichneten.

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