Grünen-Gründer: Partei hätte sich früh gegen Pädophile wehren können. Hasenclever: Man musste ihnen nur entschieden entgegentreten/Wieland: Es fehlte die Bereitschaft, Leute rauszuschmeißen.
Einer der Mitbegründer der Grünen, Wolf-Dieter Hasenclever, hat die Partei für ihren Umgang mit Pädophilen kritisiert. Hasenclever sagte der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (F.A.S.), anders als oft behauptet, hätten die Grünen in ihrer Frühphase durchaus die Möglichkeit gehabt, den Pädophilen ihren Einfluss zu nehmen. „Versuche der Pädophilen, ihre Forderungen durchzusetzen, gab es überall bei den Grünen. Ob diese Forderungen dann im Wahlprogramm aufgenommen wurden, hatte damit zu tun, ob man die Leute gewähren ließ oder ihnen entschieden entgegentrat.“ Hasenclever fügte hinzu: „Die Behauptung, dass sie so wie in Göttingen oder anderen Orten überall in den Wahlprogrammen der Grünen hätten landen können, ist definitiv falsch.“ In Göttingen hatte Jürgen Trittin, Spitzenkandidat der Grünen bei der Bundestagswahl, im Jahr 1981 presserechtlich für ein Wahlprogramm verantwortlich gezeichnet, in dem die Forderung nach Straffreiheit für sexuelle Handlungen Erwachsener mit Kindern erhoben worden war.



