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Börsen rauf, Banken runter?

Dekabank-Chef fürchtet eine Überregulierung der Banken. Zur Börse: „Die Wirtschaftslage ist stabil, daher gehen wir weiter von steigenden Kursen aus.“ Er sehe derzeit keine echte Alternative zur Politik der Notenbanken.

 

Der Chef des Sparkassendienstleisters Dekabank, Michael Rüdiger, sieht eine erhebliche Last durch die neuen Regulierungen des Finanzsektors. „Um es deutlich zu sagen: Die regulatorischen Maßnahmen treffen uns wie ein Tsunami und erhöhen die Komplexitätsrisiken“, sagte er dem Handelsblatt (Dienstagausgabe). „Die Wechselwirkungen und die Knappheit der Ressourcen, das sind die Herausforderungen.“

Rüdiger, der seit November 2012 an der Dekabank-Spitze steht, verwies auf den Vorschriften zu den Sanierungsplänen, auf die Eigenkapitalvorschriften Basel III und auf die Anforderungen an den Verbraucherschutz aus der Wertpapierberatung. Das Institut fühle sich „in der Summe der aufbauenden Welle“ überreguliert. „Jede Maßnahme ist berechtigt, keine Frage, aber zusammen stellen sie eine schwierige Herausforderung dar.“

Für den deutschen Aktienmarkt äußerte sich Rüdiger optimistisch. Die Wahlergebnisse hätten zunächst nichts an den Rahmenbedingungen verändert. „Die Wirtschaftslage ist stabil, daher gehen wir weiter von steigenden Kursen aus.“ Er sehe derzeit keine echte Alternative zur Politik der Notenbanken. Derzeit treibt vor allem die US-Notenbank Fed mit ihrer ultralockeren Geldpolitik, die die US-Wirtschaft stabilisieren soll, auch die Börsen an.

Der Dekabank-Chef verteidigte den Kauf der Landesbank Berlin durch die Sparkassen im Jahr 2007 – inzwischen müssen die Sparkassen darauf hohe Summen abschreiben. „In der damaligen Situation war es sicherlich richtig, die Landesbank Berlin (LBB) und vor allem ihr Sparkassengeschäft auch in der Sparkassen-Finanzgruppe zu halten.“ Die Dekabank hat das Fondsgeschäft und Teile des Kapitalmarktgeschäfts der LBB , peilt aber keine weiteren Übernahmen an. „Wir glauben, dass wir auch ohne Zukäufe wachsen können“, so Rüdiger.
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