US-Banken halten geheime Krisensitzungen und statten Geldautomaten mit mehr Cash aus. Man befürchtet einen Bankrun bei einer Zuspitzung der US-Haushaltskrise und der drohenden Debatte um die Erhöhung des Schuldenlimits.
In den USA halten die größten Banken heimlich Krisensitzungen und bereiten sich auf ein Worst Case vor. Das berichtet die Financial Times. Im Zuge der US-Haushaltssperre und der Diskussion um die Erhöhung des Schuldenlimits könne es zu einer Verunsicherung in der Bevölkerung kommen, so die Bank-Experten. Als erste Maßnahme würden deshalb die Geldautomaten mit bis zu 30% mehr Cash ausgestattet, hieß es aus Bankenkreisen.
Die Banken treffen sich laut FT täglich zu Krisensitzungen und besprechen die Lage. Sollte insbesondere das Schuldenlimit nicht angehoben werden, befürchten die Banker einen "default", also den Bankrott des Staates. Doch selbst wenn es nicht dazu kommen sollte, könnte die Diskussion darüber Panik auslösen, so die Banker.
Die Top-Banker entwerfen derzeit eine Art "Drehbuch" um für alle Fälle gewappnet zu sein. Dabei orientieren sich an einem ähnlichen Fall von 2011, als das Schuldenlimt ebenfalls erst in letzter Sekunde erhöht wurde.
Als erste Maßnahme sollen nicht nur die Cashbestände in den Geldautomaten erhöht werden, sondern es soll Kunden auch ermöglicht werden, Geld über ihren Disporahmen hinaus abzuheben - dies gelte insbesondere für Personen, die vom Staat Sozialhilfe bekommen.
Die Banken wollen in jedem Fall eine Panik verhindern. Denn diese wäre für die Finanzinstiute nicht mehr steuerbar. Einige Beobachter glauben jedoch, das ausgerechnet durch diese Krisenvorbereitungen - die jetzt ans LIcht kamen - erst Recht eine Panik ausgelöst werden könnte.



