Der Mann, der sich am Freitag im Zentrum der US-Hauptstadt Washington mit Benzin übergossen und angezündet hat, ist tot. - Pentagon beordert zwangsbeurlaubte Staatsangestellte zurück zum Dienst.
Tragisches Ende eines Mannes, der sich am Freitag in Washington selbst verbrannte. Er starb in der Nacht zum Samstag (Ortszeit) im Krankenhaus, wie die Polizei der „Washington Post“ bestätigte. Auf der Parkpromenade National Mall, an der bekannte Museen und Denkmäler liegen, hatte der Mann am Freitag einen Benzinkanister genommen, sich übergossen und in Brand gesteckt. Passanten erstickten das Feuer.
Die Identität des Mannes und Motivation der Tat sind bisher ungeklärt. Unbestätigten Gerüchten zufolge haben die Behörden auch keinen starken Anlass, dies zu klären - weil sie einen US-Frühling, ähnlich wie in Arabien verhindern wollen.
Die Situation in den USA gilt nach der Haushaltssperre und dem Drama um eine Schuldenerhöhung als angespannt. Präsident Obama hat bereits alle Reisen abgesagt. Das öffentiche Leben kommt praktisch an den Stellen zum Stillstand, wo Staatsbedienstete nötig sind - die allerdings seit einer Woche in Zwangsurlaub sind.
Der Arabische Frühling startete bekanntlich, nachdem sich ein Student in Tunesien aus Protest ebenfalls selbst verbrannte.
Unterdessen wurde am Samstagabend bekannt, dass das Pentagon befohlen hat, die zwangsbeurlaubten Staatsangestellten wieder in den Dienst zu setzen. Wie sie allerdings bezahlt werden, ist offenbar noch nicht geklärt.



