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Deutsche Bank: US-Pleite nur verschoben

Experte der Deutschen Bank fürchtet Rückkehr der US-Etatkrise. „Die Tatsache, dass Anfang nächsten Jahres erneut über die Schuldenobergrenze gestritten werden dürfte, dürfte ebenfalls zur schnellen Ernüchterung beitragen“.


Stefan Schneider, Chief International Economist bei der Deutschen Bank, hat nach der Einigung im US-Haushaltsstreit vor verfrühtem Optimismus gewarnt. „Die Erleichterung dürfte wohl nicht lange währen, da der gefundene Kompromiss nur ein wenig Zeit kauft und die Aufmerksamkeit der Märkte sich wieder Konjunkturdaten und Unternehmensmeldungen zuwenden wird, die insgesamt ein noch immer durchwachsenes Bild der US-Wirtschaft liefern werden“, schreibt Schneider in einem Gastbeitrag für Handelsblatt Online.

So hätten in dem gerade veröffentlichten Beige Book der Chicago-Fed die Befragten vor dem Hintergrund des „Government shutdowns“ und der generellen fiskalischen Situation von „eher vorsichtigeren Beschäftigungsabsichten“ berichtet.

„Die Tatsache, dass Anfang nächsten Jahres erneut über die Schuldenobergrenze gestritten werden dürfte, dürfte ebenfalls zur schnellen Ernüchterung beitragen“, ist Schneider überzeugt. „Hier zeigt sich die verschärfte Polarisierung in der amerikanischen Parteienlandschaft, die eine dauerhafte Einigung unter den gegenwärtigen Mehrheitsverhältnissen in beiden Häusern nahezu ausschließt.“

Schneider verwies vor diesem Hintergrund auf die Verhandlungen über die konkrete Ausgestaltung der automatischen Ausgabenkürzungen, die bis zum 13. Dezember abgeschlossen werden müssen. Die Gespräche dürften eine „wichtige Indikation“ liefern, ob die Republikaner ihre Strategie anpassen oder in dem „Jetzt erst recht“ der Tea Party verharren.
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