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EU: schärferes Waffenrecht

Damit die Untertanen nicht aufbegehren will die EU das Waffenrecht verschärfen und noch mehr Überwachung. Waffen mit "biometrischen Sensoren" gefordert. Deutschland bei Schusswaffendichte an fünfter Stelle in der EU.

 

Die Europäische Kommission in Brüssel dringt auf eine Verschärfung des Waffenrechts in Europa. "Es gibt nach wie vor zu viele Opfer von Gewalttaten, die mit Schusswaffen verübt werden", schreibt die Behörde in einer Mitteilung  über "Schusswaffen und die innere Sicherheit in der EU", die der "Welt" vorliegt. Sie soll am Montag von EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström vorgestellt werden.

Laut Mitteilung prüft die EU-Kommission derzeit intensiv, den Zugang zu bestimmten Waffentypen für den zivilen Gebrauch weiter einzuschränken und den Verkauf und Besitz von Luftgewehren oder Nachbildungen antiker Waffen stärker zu regulieren. Außerdem müsse darüber nachgedacht werden, den Verkauf von Waffen und Munition im Internet zu verbieten. Nach Angaben der Kommission sollen Schusswaffen künftig auch mit biometrischen Sensoren, in denen personenbezogene Daten gespeichert sind",  ausgestattet sein,  "damit erworbene Schusswaffen nur von ihrem rechtmäßigen Besitzer verwendet werden können."

Die Kommission verweist darauf, dass "es in der EU schätzungsweise 80 Millionen Schusswaffen für den zivilen Gebrauch gibt, die sich in rechtmäßigem Besitz befinden". Gleichzeitig sei der Verbleib einer halben Millionen Schusswaffen ungeklärt, die in der EU verloren gegangen sind oder gestohlen wurden. In Deutschland befinden sich laut Mitteilung der EU in Deutschland 30,3 Schusswaffen pro 100 Einwohner in rechtmäßigem Besitz. Damit liegt Deutschland in der EU an fünfter Stelle hinter Finnland (45,3), Zypern (36,4), Schweden (31,6) und Frankreich (31,2). Die niedrigste Schusswaffendichte haben Litauen mit 0,7 Schussaffen in legalem Besitz pro 100 Einwohner, Rumänien (0,7) und die Niederlande (3,9).

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