Gold fällt nach EZB-Zinssenkung und starken US-Konjunkturdaten zeitweise unter 1.300 USD je Feinunze. Euro: Die Herabstufung des Kreditrating Frankreichs durch die Ratingagentur S&P hat heute Morgen dagegen offensichtlich keine Auswirkungen.
Von Commerzbank Commodity Research
Der Goldpreis ist gestern erstmals seit drei Wochen vorübergehend wieder unter die Marke von 1.300 USD je Feinunze gefallen. Auch die anderen Edelmetalle standen im Fahrwasser von Gold unter Druck. So fiel beispielsweise Silber ebenfalls auf ein 3-Wochentief von 21,4 USD je Feinunze. Grund für den Preisrückgang war der äußerst feste US-Dollar, der gegenüber dem Euro auf ein 3-Wochenhoch aufwertete.
Dies wiederum war zum einen deutlich besser als erwarteten US-Konjunkturdaten geschuldet. Zum anderen hat die EZB überraschend die Zinsen gesenkt. Sie hat sich dabei in erster Linie von den zuletzt sehr niedrigen Inflationsraten leiten lassen. Die EZB erwartet zudem „einen ausgedehnten Zeitraum niedriger Inflation“. Sollte die Teuerungsrate darüber hinaus weiter fallen, schließt sie weitere Zinssenkungen nicht aus.
Heute wird in den USA der Arbeitsmarktbericht für Oktober veröffentlicht, der eine der wichtigsten Vorgaben für die künftige US-Notenbankpolitik darstellt. Sollte es hier eine deutlich positive Überraschung geben, könnte dies den US-Dollar nachhaltig beflügeln. Denn dadurch würde sich die Wahrscheinlichkeit einer frühzeitigen Reduzierung der Fed-Anleihekäufe erhöhen. Dies wiederum wäre wohl negativ für den Goldpreis. Die Herabstufung des Kreditrating Frankreichs durch die Ratingagentur S&P hat heute Morgen dagegen offensichtlich keine Auswirkungen.



