Taperingbefüruchtungen und schlechte Charttechnik setzen Gold und Silber weiter zu. Angeblich werden auch Netto-Long-Positionen abgebaut.
Von Commerzbank Commodity Research
Der Goldpreis fiel am Freitag im Zuge besser als erwarteter US-Arbeitsmarktdaten – im Oktober wurden trotz Verunsicherung durch den Fiskalstreit 204 Tsd. neue Stellen geschaffen – und eines daraufhin merklich aufwertenden US-Dollar auf ein 3-Wochentief von 1.281 USD je Feinunze. Heute Morgen handelt er nur unweit dieses Niveaus.
Der starke US-Arbeitsmarktbericht hat zu Spekulationen geführt, dass die US-Notenbank Fed früher als erwartet ihre Anleihekäufe reduzieren könnte. Unsere Volkswirte bleiben dagegen bei ihrer Meinung, dass dies erst im März/April geschehen wird.
Die spekulativen Finanzinvestoren haben sich bei Gold in der Woche zum 5. November wieder etwas aus dem Markt zurückgezogen, nachdem sie in den beiden Wochen zuvor ihre Netto-Long-Positionen merklich ausgeweitet hatten. Diese wurden um 12% auf 78,1 Tsd. Kontrakte reduziert.
So wie der Preisanstieg zuvor war damit auch der letzte Preisrückgang überwiegend spekulativ getrieben. Der Fall unter die Marke von 1.300 USD je Feinunze dürfte zu einem weiteren Abbau der Netto-Long-Positionen geführt haben.
Der Fokus der Marktteilnehmer dürfte sich diese Woche auf den am Donnerstag zu veröffentlichenden Quartalsbericht des World Gold Council richten. Dieser dürfte vor allem eine schwache Investmentnachfrage aufzeigen. Denn allein die Gold-ETFs verzeichneten Abflüsse von 116 Tonnen im letzten Quartal. Auch wenn sich die Verkäufe jüngst verlangsamt haben, stehen seit Beginn dieses Quartals bereits wieder Abflüsse von knapp 53 Tonnen zu Buche.



