Deutlicher Abbau der spekulativen Netto-Long-Positionen bei Gold und Silber. Sowohl bei Gold als auch bei Silber ist dies in erster Linie auf einen deutlichen Aufbau von Short-Positionen zurückzuführen.
Von Commerzbank Commodity Research
Gold, Silber & Co. geben zum Wochenauftakt ebenfalls nach. Gold handelt bei rund 1.285 USD je Feinunze, Silber bei 20,6 USD je Feinunze. Wie die jüngste CFTC-Statistik zeigt, haben die spekulativen Finanzinvestoren in der Woche zum 12. November in beiden Fällen ihre Netto-Long-Positionen stark reduziert.
Bei Gold kam es zu einem Abbau um 41% auf 46,1 Tsd. Kontrakte – der tiefste Stand seit 13 Wochen –, bei Silber wurden sie auf 9,8 Tsd. Kontrakte fast halbiert. Sie liegen damit auf dem niedrigsten Niveau seit Anfang August. Sowohl bei Gold als auch bei Silber ist dies in erster Linie auf einen deutlichen Aufbau von Short-Positionen zurückzuführen.
Unterdessen setzen sich die ETF-Abflüsse fort. Die von Bloomberg erfassten Gold-ETFs verzeichneten am Freitag einen Abbau ihrer Bestände um 1,5 Tonnen, womit sich die Abflüsse der vergangenen Woche auf sieben Tonnen summieren. Aus den Silber-ETFs sind am Freitag sogar 60 Tonnen auf einmal abgeflossen. Solange die Finanzinvestoren – ob kurzfristig oder längerfristig orientiert – nicht wieder in den Markt zurückkehren, dürften Gold und Silber nicht deutlich zulegen können.
Daran dürfte auch eine aktuell robuste Münznachfrage nichts ändern. Bei Platin und Palladium ergibt sich dagegen ein anderes Bild. Die Netto-Long-Positionen legten in beiden Fällen leicht zu und vor allem die Platin-ETFs berichteten über nennenswerte Zuflüsse, was mit der Erwartung hoher Angebotsdefizite erklärt werden kann.



