Schöne neue Flatscreen-Welt: LG-Fernseher schnüffeln offenbar Kunden aus, registrieren die Sehgewohnheiten und senden die Daten an die Zentrale.
LG Smart-TV: "Collection of watching info"
Nicht nur Comupter, sondern auch herkömmliche Fernseher sind Gegenstand der Ausspionierung. Ein besonders krasser Fall wurde jetzt bei LG-Fernsehern entdeckt: Die Glotze speichert heimlich die Daten des Zuschauers und sendet sie an eine Zentrale, wo die Sehgwohnheiten ausgewertet werden - angeblich, um entsprechende Werbung zu präsentieren.
Ein solcher Fall wird aus Großbritannien berichtet, wo sich ein Computerexperte einmal die Mühe gemacht hat, ein LG-TV technisch auseinander zu nehmen. Und das Ergebnis war verblüffend.
Im umfangreichen Installationsprogramm beim Aufstellen der Glotze gibt es irgendwo einen kleinen Button, der darauf hinweist, dass "Sehgewohnheiten" gespeichert werden. Ein normaler Mensch übersieht diesen Button leicht - denn angeblich kann diese Option auch abgeschaltet werden. Unverschämt: Voreinstellung ist "ON" - in der Grundeinstellung beobachtet die Glotze also ihren Seher und speichert die Daten.
Doch der Hammer ist: selbst wenn das Spionage-Tool abgeschaltet ist, arbeitet es trotzdem heimlich weiter und sendet die Daten täglich an eine Art Zentrale, wo die Sehgehwohnheiten ausgewertet werden.
Doch nicht nur die Sehgwohnheiten werden heimlich aufgezeichnet. Offenbar werden auch andere Details ausspioniert. Wer beispielsweise einen USB-Stick in den Fernseher steckt (um beispielsweise ein Video zu schauen), wird ebenfalls ausspioniert: Alle Daten des USB-Sticks werden kopiert und ebenfalls an die Zentrale geschickt.
Und damit nicht genug: Natürlich wird auch das Surf-Verhalten des Users im Internet aufgezeichnet und protokolliert. Dazu zählen besuchte Webseiten und Suchbegriffe in Suchmaschinen.
LG brüstet sich in einem internen Schreiben, dass man mehr über seine Kunden wisse als dies TV-Sender je könnten und bietet seine gewonnenen Informationen der Werbeindustrie an.




