Pünktlich zur Weihnachtszeit ein neuer Schlag der EU-Junta aus Brüssel. Dänische Zimtschnecken sollen verboten werden, weil sie angeblich giftig sind. Gestorben ist daran aber bisher noch niemand. Kommt es zu einem Zimt-Krieg mit der EU?
Der Regulierungswahn in Brüssel kennt bekanntlich keine Grenzen. Jetzt ist das Weihnachtsgebäck dran. Seit Tagen wettern Journalisten aus Dänemark, Brüssel plane das Verbot seiner geliebten "kanelsnegler", weil darin verbackener Zimt den Aromastoff Cumarin enthalte - der Leberschäden verursachen soll.
Eine EU-Verordnung schreibt europäische Höchstgehalte für Cumarin vor. "EU-Irrenhaus, für dessen Irrsinn wir alle bezahlen", schreibt die "Copenhagen Post" empört. Der dänische Radiosender DR fürchtet gar die "Ausrottung" der geschätzten Zimtschnecken - deren Verzehr erwiesenermaßen noch keinen Menschen getötet habe.
Statt noch einmal ein Auge zu zudrücken begründet die EU-Zimtaufsicht ihr Verbot noch einmal detailliert und weist darauf hin, dass die Zimtschnecken nicht verboten seien, die sich an die Vorgaben aus Brüssel halten. Und diese Vorgaben sind recht kompliziert - für einen einfachen dänischen Bäcker jedenfalls nicht unbedingt verständlich.
Die dänischen Bäcker ignorieren diese Vorgaben allerdings hartnäckig und wollen es im Zweifelsfall auf einen Zimtkrieg mit der EU ankommen lassen. Bisher sind jedenfalls noch keine EU-Zimtkontrollen in Dänemark bekannt geworden. - Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Die EU verfügt bekanntlich über genug Beamte.



