Rekordhohe Short-Positionen bei Silber. In den letzten Wochen haben zudem die spekulativen Finanzinvestoren stark auf fallende Goldpreise gesetzt und so zum Rückgang der Notierungen beigetragen.
Von Commerzbank Commodity Research
Gold handelt zum Wochenauftakt weitgehend unverändert bei rund 1.230 USD je Feinunze. Eine Erholung des Preises wird durch die anhaltende Debatte um ein baldiges Rückführen der Anleihekäufe der US-Notenbank Fed verhindert. Denn letzten Freitag wurden mit dem Arbeitsmarktbericht erneut positive Konjunkturdaten in den USA veröffentlicht. Unseren Volkswirten zufolge reichen diese aber noch nicht aus, damit die Fed noch im laufenden Monat mit der Reduzierung beginnt.
Steigenden Preisen stehen auch die ETF-Abflüsse entgegen, die sich bis zum aktuellen Rand fortsetzen. Am Freitag verzeichneten die von Bloomberg erfassten Gold-ETFs den 18. Handelstag in Folge Abflüsse. Die Bestände liegen mittlerweile auf dem tiefsten Stand seit Februar 2010.
In den letzten Wochen haben zudem die spekulativen Finanzinvestoren stark auf fallende Goldpreise gesetzt und so zum Rückgang der Notierungen beigetragen. In der Woche zum 3. Dezember wurden die Netto-Long-Positionen die fünfte Woche in Folge reduziert. Mit 9,9 Tsd. Kontrakten befinden sie sich auf dem niedrigsten Niveau seit Beginn der Datenreihe Mitte 2006.
Dies ist in erster Linie auf einen massiven Aufbau von Short-Positionen zurückzuführen, die sich in den letzten fünf Wochen nahezu vervierfacht und ein Rekordhoch erreicht haben. Im Falle von Silber zeigt sich ein ähnliches Bild. Hier bestanden in der Woche zum 3. Dezember mit 3,8 Tsd. Kontrakten die höchsten Netto-Short-Positionen seit Beginn der Datenreihe Mitte 2006, was ebenfalls einem massiven Aufbau von Short-Positionen geschuldet war.



