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IWF: Enteignung, Kapitalkontrollen

In einem Arbeitspapier droht der IWF mit dem ganzen Folterkasten, der am Ende einer Schuldenorgie steht. Enteignung (=Schuldenschnitt), Kapitalkontrollen, Finanzrepression (Zwangsanleihen). Dabei konzentriert sich die Studie auf die Eurozone und erwähnt die USA nur am Rande. Ein typisches Ablenkungsmanöver des IWF.


Von Michael Mross

In einem "Arbeitspapier" („Working Paper“), welches angeblich nicht ein offizielles Statement des Internationalen Währungsfonds (IWF) repräsentiert, malen Kenneth Rogoff und Carmen Reinhart ein düsteres Szenario für die Zukunft. So hat offenbar auch der IWF mittlerweile erkannt, dass der globale Schuldenstand nicht mehr zu kontrollieren ist und dem Schuldenplanet ein düsteres Ende bevorsteht.

Dabei konzentriert sich die Studie vornehmlich auf die Eurozone und lässt die US-Schuldenorgie praktisch ganz außer Acht. Wenn es aber um den Euro und Europa geht, prognostizieren die Experten Enteignungen (=Schuldenschnitte), Vermögensabgaben, Kapitalkontrollen und weitere Finanzrepressionen (Zwangsanleihen) - um den Schuldenstand wieder auf erträgliches Niveau zurückzuführen.

So wahr es ist, dass EU und Euro politisch und wirtschaftlich eine Fehlkonstruktion sind, so klar ist jedoch auch, dass es sich bei dieser Studie um ein typisches Ablenkungsmanöver des US-Dollar-Raums handelt. Denn dieser, und nicht die Eurozone, steht von den Eckdaten her noch viele schlimmer da, als die Eurozone im Ganzen. Immerhin sind in den USA seit Beginn der Finanzkrise über 500 Banken pleite gegangen, darunter auch die größten Institute.

Es ist einfach lächerlich, die Eurozonen-Peripherie zu geißeln und die Probleme in den USA außer Acht zu lassen - welche ja schließlich sogar der Auslöser der Finanzkrise waren. Dazu jedoch in dieser Studie kein einziges Wort. Es ist mehr als unseriös, die typischen Pleitekandidaten in der Eurozone in den Fokus zu rücken und mit keinem Wort zu erwähnen, dass die USA bei wichtigen Eckdaten schon selbst auf "Griechenland-Niveau" rangieren.

 

Das Untergangs-Szenario, welches letztlich faschistische Züge annimmt und zu einem orwellschen Super-Kontroll-Staat mutiert, der seine Bürger übernacht enteignet und zu einem völligen Crash führt, ist nicht neu und keineswegs eine Erkenntnis von IWF-Autor Rogoff. Das dramatische Finale eines schuldbasierten Geldsystems erkannte schon Ludwig von Mises Anfang des 20.Jahrhunderts.

Vor allem aber ist es kein spezifisch europäisches Problem, welches die IWF-Studie glauben machen will.

So konstatiert das Papier mit Blick auf Europa und Eurozone, dass „die Politik der Leugnung des Schulden-Problems dazu führt, dass sich die finalen Kosten des Schuldenabbaus verschlimmern werden.“

Offenbar haben die Experten des IWF sich mal eben bei Ludwig von Mises schlau gemacht:

Zitate von Ludwig von Mises (ca. 1930)

Finaler Kollaps durch Kreditexpansion

„Es gibt keinen Weg, den finalen Kollaps eines Booms durch Kreditexpansion zu vermeiden. Die Frage ist nur ob die Krise früher durch freiwillige Aufgabe der Kreditexpansion kommen soll, oder später zusammen mit einer finalen und totalen Katastrophe des Währungssystems kommen soll“.

"Durch Kunstgriffe der Bank- und Währungspolitik kann man nur vorübergehende Scheinbesserung erzielen, die dann zu umso schwererer Katastrophe führen muss. Denn der Schaden, der durch Anwendung solcher Mittel dem Volkswohlstand zugefügt wird, ist umso größer, je länger es gelungen ist, die Scheinblüte durch Schaffung zusätzlicher Kredite vorzutäuschen."

HIER gehts zur Übersicht Bankpleiten in den USA

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(4) politische und soziale Entwicklungen, einschliesslich Krieg, öffentliche Unruhen, terroristische Aktivitäten,

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