Die mediale Gehirnwäsche in Sachen EU-Freizügigkeitsverordnung geht weiter. Die Bertelsmann-Stiftung hat nun angeblich herausgefunden, dass Zuwanderer 2000 Euro pro Jahr in die Sozialkassen spülen. - Auch hier werden aber wieder Äpfel mit Birnen verglichen und Fakten verdreht.
Statistiken sind nur gut, wenn man sie selbst gefälscht hat. Diese Binsenweisheit gilt auch für die Statistik der Bertelsmann-Stiftung von Migrationsforscher Herbert Brücker zur Einwanderung in Bezug auf die Einnahmen in den Sozialkassen. Die Studie fördert zutage, dass Zuwanderer über 2000 Euro Mehreinnahmen pro Jahr in die Sozialkassen spülen. Ein Neu-Zuwanderer beschert der Sozialversicherung über einen gesamten Lebenszyklus hinweg durchschnittlich Mehreinnahmen von deutlich über 14.000 Euro.
Klingt erstmal gut, ist vor allem geeignet, die Zuwanderung als volkswirtschaftliche Bereicherung zu akzeptieren und den Dummen vorzugaukeln, dass die Einwanderer später unsere Renten bezahlen. Es bedarf aber keiner geistigen Höchstleistungen, um zu erkennen, dass da etwas gewaltig faul ist. Die Einnahmen gelten nämlich selbstredend nur für arbeitende Zuwanderer.
So wird nicht die Frage behandelt, wieviel denn die arbeitslosen Zuwanderer den Kassen wieder entnehmen. Dies dürfte sich bei den hohen Arbeitslosenzahlen gerade bei den Ausländern auf ein Vielfaches dessen belaufen, was ihre wenigen arbeitenden Kollegen in die Kassen einzahlen.
Zum anderen gibt die Studie keine Auskunft darüber, welche Einwanderer hier tatsächlich untersucht wurden. Sind es die Messerfachkräfte aus dem ominösen Südland oder die Taschendiebstalfachkräfte aus den östlichen Gefilden (Brücker: “Rumänen und Bulgaren gehören zu den am besten integrierten Ausländergruppen in Deutschland”)? Sie werden wohl kaum je einen Cent in die Rentenversicherung einzahlen, dafür aber zigtausend Euro kosten. So wird der zahlende deutsche Michel einmal mehr für dumm verkauft.



