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Ost-Afrika-Insel kommt in EU

Mayotte: die afrikanische Insel bei Madagaskar ist seit 2014 Mitglied der EU. Die rund 200000 muslimischen Einwohner freuen sich schon auf Milliarden-Subventionen aus Brüssel. Frankreich macht’s möglich.


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Von Michael Mross

Wer kennt Mayotte? Wahrscheinlich niemand. Das ist eine kleine Insel zwischen Madagaskar und Afrika im südlichen Indischen Ozean. Das Eiland gehört zu den Komoren, einer der ärmsten Gegenden der Welt.

Doch dieses kleine Inselchen ist seit 2014 Mitglied der EU. Mayotte vor Ostafrika erhielt den Status einer Region in äußerster Randlage und wird offiziell Teil der Europäischen Union. Damit sollen die offiziell rund 200000 Einwohner auch mehr Geld aus Brüssel erhalten.

Dass es den Leuten da unten schlecht geht, hatte letztes Jahr ein EU-Kommissar herausgefunden. Dazu ist er eigens in das ostafrikanische Tropenparadies geflogen. EU-Kommissar Johannes Hahn:  Die Hilfe für die Insel sei "unerlässlich, um dazu beizutragen, das Leben der Menschen auf Mayotte zu verbessern und die Region wohlhabender zu machen".

 

Wie haben es die Mayotter geschafft, in die EU zu kommen? Ganz einfach: Sie haben mehrheitlich zugestimmt, sich von Frankreich anektieren zu lassen. Zuvor war die Insel nur ein französisches Protektorat.

Um voll und ganz heim ins französische Reich und damit an die Subventionstöpfe aus Brüssel zu gelangen, haben die Mayotter letztes Jahr beschlossen, die Polygamie aufzugeben und auf die Scharia zu verzichten – eine der wenigen Voraussetzungen, um Mitglied im fernen Europa zu werden. Dafür locken nun  Milliardensubventionen, und wer nimmt dafür nicht kleine Nachteile in Kauf?

Wen wunderts, dass der Chef von Mayotte stolz verkündet:  "Wir sind nicht nur Franzosen, sondern auch Europäer". Wer würde das nicht sagen angesichts des warmen Geldregens, der sich demnächst über das 370 Quadratkilometer Eiland ergießt? Außerdem gilt dann für Mayotte das, was für jeden Europäer gilt: Die Niederlassungsfreiheit. Wem die EU-Subventionen nicht reichen, der kann gleich nach Berlin oder Paris ziehen.

Schon jetzt sichert Paris mit jährlich 635 Millionen Euro jährlich den Mayottern einen Lebensstandard, der zehnmal so hoch ist wie auf den benachbarten Komoreninseln. Die Insel wird nun als 101. französisches Département geführt. Und dann sprudelt die erste Milliarde in die teils unberührte Inselgruppe. Das macht bei rund 200000 Einwohnern immerhin 50000 Euro pro Einwohner! Was soll’s? Deutschland zahlt schließlich 25% davon und hilft mit, dass auf Mayotte die Menschen wie Gott in Frankreich leben. Von den 200000 Einwohnern sind übrigens derzeit 70000 illegal auf der Insel. Sie alle spekulieren auf den Geldsegen der EU.

Für die Einwohner auf Mayotte ist das alles natürlich ein Geschenk des Himmels. Und schon strömen immer mehr Menschen der Nachbarinseln in das künftige Europa vor Madagaskar, um ebenfalls ein „Leben wie in Frankreich“ zu genießen. Um diese Menschen abzufangen, gehen noch mal allein 50 Millionen drauf. Denn die französische Marine ist derzeit damit beschäftigt, illegale Einwanderer schon auf der See abzufangen. Jene, die trotzdem durchkommen, landen im Gefängnis und werden anschließend kostspielig abgeschoben.

Kann man wenigstens Urlaub auf dem schönen Mayotte machen? Eher nicht. Die Insel hat nur einen winzigen Flughafen und ist nur über Madagaskar oder La Reunion zu erreichen. Die Aussichten, dass Europäer auf der Insel chillen, ist ziemlich gering. Hotels gibt’s praktisch nicht. Dabei zählt Myotte mit seinen weissen Stränden und intakten Korallenriffen zu den schönsten Inseln der Welt.

Doch davon wird wohl nicht mehr viel übrig bleiben, wenn die Insel nun mithilfe europäischer Fördergelder zubetoniert wird. Damit wird eines der letzten Naturparadiese demnächst von der EU wohl “kaputt-gefördert”,  indem Brüsseler  Vorstellungen einer “gesunden Infrastruktur” auf den Indischen Ozean übertragen werden.

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