Im Vorfeld der Bankenunion wollen italienische Finanzhäuser ihre Anteile an der Zentralbank höher bewerten. Italiens Bankenverbands-Präsident Antonio Patuelli verteidigt Aufwertung der Zentralbank-Anteile. - Damit wollen sich italienische Banken als wertvoller darstellen als sie wirklich sind. Es handelt sich also um klassischen Betrug.
Der Präsident des italienischen Bankenverbands Abi (Associazione Bancaria Italiana) verteidigt die Pläne, die Beteiligungen der Banken an der Banca d'Italia aufzuwerten. „Tatsache ist, dass die Italiener die letzten sind, die diese Anpassung der Bewertung ihrer Zentralbank durchführen. Die anderen haben das bereits getan“, sagte Antonio Pazuelli dem Handelsblatt (Freitagausgabe). „Es gibt keine andere Zentralbank, die heute noch die Bewertung aus den 30er Jahren hat. Nur die Banca d`Italia. Die Neu-Bewertung hätte schon viel eher passieren müssen. Wir dürfen auf keinen Fall mit anachronistischen Werten in die Bankenunion gehen.“
Schwachpunkt der italienischen Banken bleibt nach Ansicht des Verbandspräsidenten die niedrige Rentabilität. Dennoch fürchtet er den Stresstest nicht. „Die Deutschen werden noch positive Überraschungen durch die Stresstests bei den italienischen Banken sehen. Wir fordern nur mit den gleichen Kriterien bewertet zu werden, ohne Vorzüge und ohne Nachteile“, sagte Patuelli.



