Die deutschen Verbraucherpreise erhöhten sich nach offizieller Darstellung im Dezember um 1,4%. Im Jahresdurchschnitt 2013 lag die Inflationsrate bei 1,5%.
Von Postbank Research
Die deutschen Verbraucherpreise sind im Dezember um 0,4% gegenüber dem Vormonat gestiegen. Die Inflationsrate erhöhte sich von 1,3% im November auf 1,4%. Dies entsprach exakt den Konsensuserwartungen.
Der Anstieg der Verbraucherpreise im Vergleich zum Vormonat bewegte sich im saisonüblichen Rahmen. Die Detaildaten aus einzelnen Bundesländer deuten darauf hin, dass vor allem die Preise für die Freizeitgestaltung, wie insbesondere für Pauschalreisen, das Preisniveau in die Höhe getrieben haben, ein Phänomen das aber aufgrund der Weihnachtsferien in jedem Jahr zu beobachten ist. Nahrungsmittel wurden ebenfalls spürbar teurer Die Preise für Kraftstoffe oder Haushaltsenergie hatten dagegen keinen besonders prägenden Einfluss.
Im Vorjahresvergleich ergibt sich ein etwas anderes Bild. Hier gab es überproportional starke Preisanstiege bei Lebensmitteln, auch wenn sich die Aufwärtsdynamik in den letzten Monaten abgeschwächt hat. Die Preise für Haushaltsenergie haben ebenfalls recht kräftig zugelegt. Hier machte sich noch der Einfluss stark steigender Stromkosten infolge der Anhebung der EEG-Umlage zum Jahresbeginn bemerkbar, während Heizöl billiger geworden ist. Die Kraftstoffpreise sind im Vorjahresvergleich gesunken und haben damit den Preisauftrieb gedämpft.
Ingesamt ist die Preisentwicklung aber sowohl im Vormonats- als auch im Vorjahresvergleich alles Andere als spektakulär. Wir gehen davon aus, dass dies auch im neuen Jahr so bleibt und rechnen damit, dass die Inflationsrate im Jahresdurchschnitt von 1,5% in 2013 auf 1,3% in 2014 sinkt.