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Umfrage: AfD 5%

Umfrage: Leichter Rückgang für Union und SPD - Gespaltene Ansicht beim Thema Freizügigkeit. Unverändert wollen 10 Prozent der Wähler der Linken ihre Stimme geben und 5 Prozent der FDP. Die AfD legt um 1 Punkt auf 5 Prozent zu.

 

Union und SPD starten mit leichten Einbußen in der Wählergunst ins neue Jahr. Im stern-RTL-Wahltrend verlieren beide im Vergleich zur letzten Umfrage kurz vor Weihnachten je 1 Punkt: Die Union fällt von 42 auf 41 Prozent, die SPD von 24 auf 23 Prozent. Die Grünen können sich um 1 Punkt auf 10 Prozent verbessern. Unverändert wollen 10 Prozent der Wähler der Linken ihre Stimme geben und 5 Prozent der FDP. Die AfD legt um 1 Punkt auf 5 Prozent zu. Auf sonstige kleine Parteien entfallen insgesamt 6 Prozent (plus 1).

Forsa-Chef Manfred Güllner begründet den Rückgang bei Union und SPD mit den aktuellen Streitigkeiten zwischen den Koalitionären. Dem Magazin stern sagte er, die Deutschen seien froh gewesen, als nach den langen Verhandlungsrunden endlich eine Regierung gebildet wurde. Jetzt erwarteten sie, dass CSU, CDU und SPD gut und einvernehmlich das Land regierten. Güllner zum stern: "Doch stattdessen erleben sie, dass wieder taktische Spielchen betrieben werden." Streit gebe es etwa bei der Freizügigkeit für Rumänen und Bulgaren oder über Ausnahmeregelungen beim flächendeckenden Mindestlohn. Der Meinungsforscher: "Die Wähler irritiert dieses Geplänkel." Die Menschen wollten weiter die Große Koalition. Doch sie würden sie danach beurteilen, wie sie tatsächlich arbeitet.

Beim Thema Freizügigkeit innerhalb der EU selbst sind die Deutschen gespaltener Ansicht. Zwar erklärten in einer Umfrage für den stern 44 Prozent, alles in allem habe die Freizügigkeit Deutschland eher genutzt. Einen Schaden sehen 26 Prozent. Doch 42 Prozent schätzen es als falsch ein, dass die volle Freizügigkeit nun auch für Bürger der EU-Staaten Bulgarien und Rumänien gilt. 50 Prozent halten diese Regelung für richtig. 60 Prozent finden, die Angst vor Armutseinwanderung sei berechtigt. 36 Prozent meinen, solche Ängste seien übertrieben.

Datenbasis: Das Forsa-Institut befragte am 2. und 3. Januar 2014 im Auftrag des Magazins stern und des Fernsehsenders RTL 1003 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 3 Prozentpunkten.

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