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Deutsches Gold: Lügt die Bundesbank?

Auf Nachfrage der Wirtschaftswoche von gestern Abend verlautbart die Bundesbank zur Aktion der Heimholung der ersten 37 Tonnen Gold von der Fed etwas Gegenteiliges gegenüber ihrer Meldung vom 23.12. - das Ganze wird mehr und mehr zur Farce.

 

Von Peter Boehringer

Auf Nachfrage der Wirtschaftswoche von gestern Abend verlautbart die Bundesbank zur Aktion der Heimholung der ersten 37 Tonnen Gold von der Fed etwas GEGENTEILIGES ggü. ihrer Meldung vom 23.12.! Das Ganze wird mehr und mehr zur Farce, bei der eine Lüge durch eine andere kaschiert werden muss:


„ … Kaum also standen solche Vorwürfe im Raum, öffentlicher Druck dahinter und eine Wirtschaftswoche-Anfrage in der Tür, änderte die Bundesbank –oh Wunder– ihre Aussage vom 23.12. um 180 Grad ab. Seit gestern Abend lautet ihre neue Sprachregelung also nun (aus WiWo):

„Es hat sich bei den bislang überführten Goldbarren um die Original-Barren gehandelt, die seinerzeit […] der Obhut der ausländischen Notenbanken überlassen wurden.“

Soso, die Herren BuBa-Vorstände: Dies ist also nun die neueste Version, die wir glauben sollen...?!  …

Es wäre so einfach, hier Transparenz reinzubringen. Doch stattdessen verwickelt man sich in immer neue Widersprüche. Leider trägt auch die WiWo mangels harter Nachfragen nicht zur weiteren Aufklärung bei – es bleiben sogar offenkundig unlogische Aussagen stehen. So lässt die WiWo (in der neuen BuBa-Version) unwidersprochen die Behauptung stehen:

„Sofern der LGD-Standard bei den überführten Goldbarren nicht gegeben war, ließ die Bundesbank die Original-Goldbarren umschmelzen.“

Ja was denn nun:
a) Ware in Originalbarrenform in Frankfurt angekommen und dort (wo, wann, durch wen genau, Barrennnummern alt/neu, Zeugen, Reports?) umgeschmolzen?
b) Oder war der LGD-Standard bei der Ware aus den 1950ern und 1960ern DOCH gegeben (was übrigens recht schwierig sein dürfte, da doch der LGD-Standard erst 1979 definiert wurde…)? Falls dies tatsächlich der Fall war: warum war dann überhaupt noch eine Umschmelzung erforderlich, die ja nun offenbar (offizielle PM vom 23.12. und von heute 7.1.) stattgefunden hat?

Hier beißen sich ganz klar zwei Aussagen der Bundesbank. Sie sind denklogisch unvereinbar, widersprüchlich und schreien nach einer Erklärung

Ebenso ist nun unerklärt die Volte in der BuBa-Sprachregelung, wann und wo genau die Einschmelzung denn nun stattgefunden hat: In den USA vor Lieferung nach D (BuBa/BILD vom 23.12.) oder in D nach Lieferung aus den USA (BuBa/WiWo 7.1.)?

Herr Weidmann, Herr Thiele, fürs Protokoll: Es ist uns und den 14.000 Unterzeichnern der Bürgerinitiative "Holt unser Gold heim" sowie den Hunderttausenden von Sympathisanten und den 80 Millionen Eigentümern des deutschen Goldes NICHT egal, ob die noch immer im Ausland lagernden 2300 Tonnen alt oder neu sind. Denn an dieser Frage zeigt sich die Wahrhaftigkeit Ihresgleichen seit 1951 – und wichtiger noch: es zeigt sich die (un?)kompromittierte Existenz des (un?)verliehenen zweitgrößten Goldhorts der Welt! Sie werden sich unsere Fragen auch weiterhin gefallen lassen.“

Lesen Sie: „Deutsches Gold: Bundesbank verwickelt sich in neue Widersprüche
www.goldseitenblog.com

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