Gold und Silberpreise weiter unter Druck. Die Abflüsse aus den Gold-ETFs hielten auch gestern an. Die Bestände der von Bloomberg erfassten ETFs verringerten sich um weitere 3 Tonnen. Dies dürfte steigenden Goldpreisen entgegenstehen.
Von Commerzbank Commodity Research
Gold steigt zum Ende der Woche moderat auf rund 1.235 USD je Feinunze. Silber legt ebenfalls leicht zu, bleibt aber weiterhin unter der Marke von 20 USD je Feinunze. Die gestrige EZB-Sitzung brachte keine Überraschungen. Auf der Pressekonferenz hat EZB-Präsident Draghi nicht den Eindruck erweckt, dass eine weitere Lockerung der Geldpolitik unmittelbar bevorstehe.
Er betonte aber stark die Handlungsbereitschaft der EZB, sollte dies notwendig sein. Dabei wird es wohl vor allem auf die Inflation im Euroraum ankommen, die in den kommenden Quartalen weiter um die Marke von 1% schwanken sollte. Die Vertreter der Krisenländer im EZB-Rat dürften dies zum Anlass nehmen, um mittelfristig eine weitere Lockerung der Geldpolitik zu fordern.
Heute dürften die Marktteilnehmer mit Interesse die Veröffentlichung des offiziellen US-Arbeitsmarktberichtes verfolgen. Deutliche Abweichungen vom Konsensus dürften vor allem bei Gold und Silber zu Preisausschlägen führen. Unsere Volkswirte gehen von einer starken Zahl aus, was die US-Notenbank Fed dazu bewegen könnte, ihre Anleihekäufe schneller als bislang erwartet zu reduzieren.
Innerhalb der Fed gibt es aber auch andere Stimmen. So spricht sich der Präsident der Fed von Minneapolis, Kocherlakota, der dieses Jahr stimmberechtigt ist, sogar dafür aus, die Geldpolitik weiter zu lockern. Die Abflüsse aus den Gold-ETFs hielten auch gestern an. Die Bestände der von Bloomberg erfassten ETFs verringerten sich um weitere 3 Tonnen. Dies dürfte steigenden Goldpreisen entgegenstehen.



