Im neuen Jahr haben die Aktien von Deutscher Bank und Commerzbank beeindruckende Kursgewinne aufgewiesen. - Neues Gesetz kann Bankvorstände hinter Gitter bringen.
Im neuen Jahr haben die Aktien von Deutscher Bank und Commerzbank schon beeindruckende Kursgewinne aufgewiesen. Die Deutsche-Bank-Aktie legte 14 Prozent zu, die Commerbank-Aktie fast 16 Prozent. Insgesamt haben die europäischen Bankaktien zuletzt überzeugt, wie die F.A.Z. berichtet. Vor allem italienische und spanische Bankaktien weisen überdurchschnittlich hohe Kursgewinne aus. In Frankfurter Bankkreisen wird dies auf deren hohe Bestände an Staatsanleihen ihrer Länder zurückgeführt. Deren Kurse sind ebenfalls deutlich gestiegen, wodurch sich die Vermögenswerte in den Bilanzen der Banken erhöht haben. Davon profitiert auch die Aktie der Commerzbank. Denn noch immer befindet sich in ihrer Bilanz ein hoher Bestand an Staatsanleihen, auch aus den Euro-Krisenländern.
Neues Gesetz kann Bankvorstände hinter Gitter bringen
Die Vernachlässigung der Risiken kann jedes Vorstandsmitglied einer Bank ins Gefängnis bringen. Seit Jahresanfang gelten im Kreditwesengesetz (KWG) neu formulierte Artikel, die es in sich haben, wie die F.A.Z. berichtet. Jedes Mitglied der obersten Führungsebene muss nun mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren rechnen, wenn Lücken im Risikomanagement zu einer Bestandsgefährdung des Instituts führen. Wie aus einer Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young (EY) hervorgeht, befürchtet fast jede der obersten Führungskräfte von Banken persönliche Folgen durch die Gesetzesverschärfung. Nach der EY-Umfrage unter 240 Geschäftsleitern von 58 Banken rechnen 95 Prozent mit Konsequenzen für sich selbst.



