Nachdem die Deutsche Bank in zahlreichen Affären verwickelt ist, droht nun auch Ärger für die Commerzbank. War die Bank in dubiosen strukturierten Geschäften der zweitgrößten zypriotischen Pleite-Bank verstrickt? Der Vorgang soll nun von der britischen Börsenaufsicht untersucht werden.
Die Commerzbank hat angeblich eine Finanztransaktion für die zyprische Laiki Bank eingefädelt, die nun von der britischen Wertpapieraufsicht untersucht werden soll. Der Vorwurf: Die Bank habe strukturierte Papiere arrangiert. Die Finanztransaktion der Commerzbank wirft den Verdacht auf, mit dem Geschäft das Verbot zu umgehen, dass ohne Zustimmung der Aktionäre in eigene Anteilsscheine investiert wird.
Laiki, die einst zweitgrößte Bank Zyperns war im März 2013 unter Zwangsverwaltung gestellt worden, nachdem sie den Verlusten aus ihren Engagements in Griechenland Tribut zollen musste.
Angestoßen hatte die Untersuchung die zyprische Unterhaus-Abgeordnete Irene Charalambides.
Die britische Finanzaufsicht FCA wollte sich benso wenig äußern wie die deutsche Finanzaufsicht BaFin, an die sich Charalambides zuvor gewandt hatte. Auch die Commerzbank lehnte eine Stellungnahme ab.



