Die analoge Fotografie wird mittlerweile fast nur noch von Profis ausgeübt, die einen besonderen Reiz darin sehen. Für den Hobbyfotografen ist die digitale Fotografie mittlerweile eine Selbstverständlichkeit geworden, da sie viele Vorteile bietet.
Häufig wird für Urlaubsfotografie und Schnappschüsse eine Kompaktkamera genutzt; wer jedoch im Laufe der Zeit seine Leidenschaft für das Fotografieren entdeckt, überlegt sich oft, eine Spiegelreflexkamera zu kaufen. Dabei sind einige Punkte zu beachten.
Welcher Einsatz ist geplant?
Bevor der Gang in das Fachgeschäft erfolgt, sollten sich die Fotografen überlegen, wofür sie die neue Kamera benutzen möchten. Reizt es sie am meisten, innerhalb von Gebäuden zu fotografieren, sind Nahaufnahmen von Blumen eine Faszination oder sind sie jedes Wochenende auf dem Fußballplatz mit ihrer Kamera anzutreffen? Besonders wenn der Einsatz häufig unter freiem Himmel erfolgt, Wind, Wetter und Sand dem Gehäuse schaden könnten, ist es wichtig, sich für ein robustes Modell zu entscheiden.
Spiegelreflexkameras zum Beispiel bei redcoon.de sind längst nicht mehr so teuer, wie sie es vor wenigen Jahren noch waren. Für ein Einsteigermodell sollten 300 Euro eingeplant werden. Soll ein zusätzliches Objektiv mit einer größeren Brennweite hinzugekauft werden, lohnt es sich, mindestens weitere 150 Euro auszugeben. Es ist aber durchaus sinnvoll, sich mit dem Kauf etwas Zeit zu lassen und die Angebote der verschiedenen Shops zu vergleichen. Gelegentlich gibt es Sonderangebote, bei denen relativ große Objektive zusammen mit der Kamera günstig angeboten werden – hier gilt es dann zuzuschlagen.
Schnappschüsse mit Automatikfunktion
Fotografen, die es möglich einfach haben und schnell fotografieren wollen, finden oft günstige Modelle, bei denen allerdings die individuellen Aufnahmeparameter gar nicht oder nur eingeschränkt verstellt werden können. Stattdessen gibt es eine Automatikfunktion, die sich den Gegebenheiten weitestgehend anpasst; zusätzlich sind oft weitere Standardfunktionen möglich, die beim Sport, bei Portrait- oder Nahaufnahmen gewählt werden können. Dies ist aber abhängig vom Hersteller, sodass sich aufgrund der Unterschiede auch hier Vergleiche lohnen. Ist ein großes Interesse an Technik und besonderen Effekten vorhanden, sollte auf jeden Fall ein Modell gewählt werden, bei dem die Blende, die Verschlusszeit und Lichtempfindlichkeit manuell verstellt werden können. Beim Sport oder bei speziellen Lichtbedingungen lassen sich so ausgefallene Fotografien erstellen.
Große Speicherkarten wählen
Besonders, wenn die Fotos später weiter verarbeitet werden sollen, ist es sinnvoll, sie als RAW-Datei zu speichern. Dies ist bei Spiegelreflexkameras in der Regel möglich. Allerdings brauchen RAW-Dateien ziemlich viel Speicherplatz pro Bild; 20 Megabyte sind schnell erreicht. Beim Kauf der Kamera muss daher darauf geachtet werden, dass große Speicherkarten hinzu gekauft werden. Außerdem sollte die Kamera schnell genug sein, damit nach einem Bild nicht sekundenlang gewartet werden muss, bis alle Daten verarbeitet wurden. Dies kann schnell den Spaß am Fotografieren nehmen.
Handhabung der Spiegelreflexkamera
Sind die technischen Voraussetzungen erfüllt, sollten verschiedene Modelle in die Hand genommen werden. Eine Spiegelreflexkamera kann im Gegensatz zu einer kleineren Kompaktkamera nicht schnell in der Hosentasche verschwinden, wenn sie nicht benötigt wird, sondern muss in einer Schultertasche oder um den Hals getragen werden. Das Gewicht spielt dabei eine große Rolle. Wem eine Kamera bereits beim ersten Vergleich schwer vorkommt, wird sich über das zusätzliche Gewicht bei langen Wanderungen wahrscheinlich ärgern. Wer zwischen zwei Modellen schwankt, sollte sich für das leichtere entscheiden.
Wichtig ist außerdem, dass der Apparat gut in der Hand liegt. Ein paar Probeaufnahmen, bei denen verschiedene Einstellungen ausprobiert werden, zeigen schnell, ob die Handhabung passt. Natürlich gewöhnen sich neue Nutzer an Besonderheiten eines jeweiligen Modells, trotzdem sollte die erste Nutzung nicht mit Ärger und Verdruss, sondern mit einem Erfolgserlebnis enden.
Schutz vor Schmutz
Fotografen, die mit ihrem Fotoapparat nicht zimperlich umgehen und auch gelegentlich bei Regen damit unterwegs sind, sollten in eine Schutzhülle aus Silikon investieren, die für viele verschiedene Modelle erhältlich ist. Damit sind viele Knöpfe und Schalter vor Wasser und Staub geschützt, sodass die Lebensdauer der Kamera verlängert wird.
Gelangen ohne Hülle Sand oder Staub in die feinen Ritzen, kann die Bedienung stark beeinträchtigt werden und eine intensive Reinigung muss erfolgen. Mit einem Pinsel und Mikrofasertuch lässt sich vieles reinigen, wer keinen Erfolg hat, fragt im örtlichen Fachgeschäft nach. Auf keinen Fall sollten Einzelteile zur Reinigung eigenständig abmontiert werden, da dies dazu führen kann, dass im Schadensfall die Garantie erlischt.
Bild1: flickr.com © ohallmann (CC BY 2.0)



