Der Goldpreis fährt Achterbahn. Im Vorfeld der heutigen EZB-Sitzung handelt das gelbe Edelmetall bei knapp 1.260 USD je Feinunze.
Von Commerzbank Commodity Research
Der Goldpreis hat sich gestern offenbar von der Entwicklung des US-Erdgaspreises anstecken lassen und ist ebenfalls Achterbahn gefahren. Nach enttäuschend aufgenommenen US-Konjunkturdaten – die ADP-Beschäftigungszahlen lagen unter den Erwartungen – sprang der Goldpreis binnen weniger Minuten um fast 20 USD auf 1.275 USD je Feinunze nach oben. In den darauf folgenden knapp zwei Stunden wurden sämtliche Gewinne jedoch wieder abgegeben.
Im Vorfeld der heutigen EZB-Sitzung handelt das gelbe Edelmetall bei knapp 1.260 USD je Feinunze. Unsere Volkswirte erwarten, dass die EZB die Zinsen heute noch nicht weiter senken wird. Ein solcher Schritt dürfte nach den neuen Inflations-Projektionen aber im März erfolgen.
Der Streik in der südafrikanischen Platinminenindustrie dauert mittlerweile seit zwei Wochen an. Eigenen Angaben zufolge haben die drei betroffenen Platinproduzenten seitdem zusammen 180 Mio. USD an Umsatz verloren. Nun wurden Gespräche zwischen den Unternehmen und der radikalen Gewerkschaft AMCU unterbrochen, da bislang keine Einigung erzielt werden konnte. Ob dies zu steigenden Platin- und auch Palladiumpreisen führen wird, bleibt aber abzuwarten. Denn die ETF-Investoren kehren diesen beiden Edelmetallen mittlerweile verstärkt den Rücken, wie gestern erneut deutliche Abflüsse aus den jeweiligen ETFs zeigten.



