Schließung von spekulativen Short-Positionen begünstigt Preisanstieg bei Silber. Der jüngste Preisanstieg über die Marke von 1.300 USD war teilweise auf Käufe spekulativer Finanzanleger zurückzuführen.
Von Commerzbank Commodity Research
Der Goldpreis kann am Morgen auf 1.330 USD je Feinunze steigen. Er nähert sich damit dem in der vergangenen Woche verzeichneten 3½-Monatshoch. Der jüngste Preisanstieg über die Marke von 1.300 USD war teilweise auf Käufe spekulativer Finanzanleger zurückzuführen. Diese weiteten ihre Netto-Long-Positionen in der Woche zum 18. Februar um 16,7 Tsd. Kontrakte und damit zum siebten Mal in den vergangenen acht Wochen aus.
Das Überschreiten der 200-Tagelinie dürfte für zusätzliches Kaufinteresse bei dieser Anlegergruppe geführt haben. Mit 68,8 Tsd. Kontrakten haben die spekulativen Netto-Long-Positionen inzwischen das höchste Niveau seit 3½ Monaten erreicht, was den Goldpreis anfällig für Gewinnmitnahmen macht. Die von Bloomberg erfassten Gold-ETFs verzeichneten am Freitag Zuflüsse von 3 Tonnen. Der Großteil davon war auf den weltgrößten Gold-ETF, SPDR Gold Trust zurückzuführen.
Der SPDR Gold Trust hat seit Jahresbeginn per Saldo kein Gold mehr verloren, die gesamten Gold-ETFs knapp 24 Tonnen. Mit dem Abebben der ETF-Verkäufe ist ein wesentlicher Belastungsfaktor für den Goldpreis des vergangenen Jahres verschwunden, was zusammen mit der robusten physischen Nachfrage aus Asien und der Stimmungsaufhellung bei den spekulativen Finanzanlegern den Preisanstieg seit Jahresbeginn erklärt.
Der Preisanstieg bei Silber auf 22 USD je Feinunze war teilweise auf die Schließung von Short-Positionen seitens spekulativer Finanzanleger zurückzuführen. Die Netto-Long-Positionen haben sich im Zuge dessen in der Woche zum 18. Februar auf gut 20 Tsd. Kontrakte mehr als verdoppelt.



