Das Landgericht Hannover hat Christian Wulff im Skandal um Gratisurlaube und angebliche Korruption entlastet. Für die Vorwürfe finden sich keine hinreichenden Belege.
Das Landgericht Hannover hat den früheren Bundespräsidenten Christian Wulff am Donnerstag freigesprochen und vom Vorwurf der Vorteilsannahme entlastet. Die Zweite Große Strafkammer sah es nicht als erwiesen an, dass Wulff als niedersächsischer Ministerpräsident illegale Zuwendungen eines Filmunternehmers angenommen hat. Der Prozess gegen den früheren Bundespräsidenten war seit Mitte November des zurückliegenden Jahres vor dem Landgericht geführt worden. Es war das erste Mal in der Geschichte Deutschlands, dass sich ein früheres Staatsoberhaupt als Angeklagter vor einem Gericht verantworten musste. Wulff war im Februar 2012 vom Amt des Bundespräsidenten zurückgetreten, nachdem die Staatsanwaltschaft beantragt hatte, die Immunität des damaligen Staatsoberhaupts aufzuheben und so die Ermittlungen gegen den früheren niedersächsischen Ministerpräsidenten beginnen zu können.



