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Russland: Einmarsch in Ukraine?

Gibt es Krieg in der Ukraine á la Georgien? - Stellvertreterkrieg USA gegen Russland? NATO warnt Russland vor Eskalation und Einmischung in der Ost-Ukraine. Zahlungsunfähigkeit der Ukraine droht. Ukrainische Währung unter Druck. Börsen reagieren mit leichten Abschlägen.

 

Von Andreas Männicke

Die Ereignisse in der Ukraine scheinen sich zu überschlagen. Nachdem am letzten Wochenende eine blutige Revolution in Kiew beendet werden konnte, drohen nun scharfe Auseinandersetzungen in der Ost-Ukraine. Die russische Minderheit in der Ost-Ukraine will weiterhin russisch als Amtssprache beibehalten und fühlt sich auch mehr zu Russland hingezogen. Ein Parlament in der Krim wurde von bewaffneten Extremisten besetzt und die russische Flagge gehisst. Es kommt auch zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten, die einen pro-west-ukrainischen Kurs befürworten, den Krim-Tartaren und den pro-russischen  Demonstranten.


Auch droht sogar ein Militärschlag Russlands, die die gegenwärtige Übergangsregierung nicht als legitim anerkennen und dafür Janukovic als rechtmäßigen Präsidenten ankennen, der möglicherweise auch Zuflucht in Russland gesucht hat oder sich in der Ost-Ukraine aufhält. Putin hat schon das russischen Militär und die russische Luftwaffe in Alarmbereitschaft versetzt und ein Manöver an der Grenze der Ukraine angeordnet, worüber die NATO sehr besorgt ist. Droht nun etwa ein Krieg á la Georgien unter dem Vorwand des Schutzes der russischen Minderheit in der Ost-Ukraine?

 

In diesem Fall müsste sich auch die EU, Großbritannien und die USA einmischen. Einige sprechen schon von einem möglichen Stellvertreterkrieg USA gegen Russland. Russland bezichtigt den Westen schon lange des kalten Krieges und China spricht jetzt mit gleicher Rhetorik, was nicht ganz ungefährlich ist. Der russische und amerikanische Geheimdienst sind beide schon sehr aktiv, auch „vor Ort“ in der Ukraine.


Auch ist die Ukraine wirtschaftlich sehr in Bedrängnis und es droht die Zahlungsunfähigkeit, da Russland die zugesagten Kredite bzw. den versprochenen Aufkauf von ukrainischen Anleihen unter diesen Bedingungen nicht fortsetzen will. Bisher sind erst 3 von 15 Mrd USD in die Ukraine geflossen. Für Gazprom ist die Ukraine sehr bedeutsam. Auch hier sind Zahlungen an Gazprom noch rückständig. Die ukrainische Währung steht enorm unter Druck und fiel auf das neue Jahres-Tief von 10,5 zum USD, weil die Währungsreserven immer geringer werden.


Auf der anderen Seite gibt es auch große Chancen in der Ukraine. Dort stiegen einige ukrainische Standardwerte schon von letzten Freitag bis Montag um über 50%. Es gibt auch weitere 100%-Chancen, wenn es einen friedlichen Ausgang in der Ost-Ukraine und mit Russland gegen sollte. Anderseits könnte die Ukraine im Chaos versinken, wenn es eine kriegerische Auseinandersetzung mit Russland geben sollte. Das Säbelgerassel seitens Russlands ist unüberhörbar laut.

www.eaststock.de

 

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