Transfer von Neymar kostet FC Barcelona Rekordsumme von 111,7 Mio. Euro. Brasilianischer Superstar teuerster Spieler aller Zeiten. Laut spanischen Ermittlungsunterlagen summieren sich Kosten für Barca durch Geldstrafe wegen Steuerhinterziehung und Gehalt auf 157,2 Mio. Euro.
Die Verpflichtung des brasilianischen Superstars Neymar kostet den FC Barcelona die Rekordsumme von 111,7 Millionen Euro. Das geht aus spanischen Ermittlungsakten hervor, die BILD am SONNTAG vorliegen. Damit ist der 21-Jährige der teuerste Fußball-Spieler aller Zeiten, weit vor Cristiano Ronaldo (94 Mio.) und Gareth Bale (91 Mio.) vom Erzrivalen Real Madrid.
Neymar war im vergangenen Sommer vom FC Santos nach Barcelona gewechselt. Der Traditionsverein hatte die Kosten des Transfers offiziell mit 57,1 Millionen Euro angegeben. Mittlerweile ermittelt die spanische Justiz gegen Barca, weil verdeckte Zahlungen an Firmen der Familie Neymar vorbei am Finanzamt geflossen sind. Der FC Barcelona hat bereits eine Steuernachzahlung von 13,5 Millionen Euro geleistet.
Laut BILD am SONNTAG könnte es noch deutlich teurer werden: Eine Geldstrafe wegen Steuerhinterziehung von 5,5 Millionen Euro gilt als sicher. Daneben wird in den Justiz-Dokumenten das garantierte Netto-Gehalt für die Vertragslaufzeit von fünf Jahren mit 45,9 Millionen Euro angegeben. Insgesamt belaufen sich die Kosten des Neymar-Transfers auf mindestens 157,6 Millionen Euro.
Nicht etwa Neymars Heimatverein FC Santos, sondern Neymars Vater und dessen zahlreiche Firmen haben von dem Transfer am meisten profitiert. In den Akten führen die Ermittler etliche Verträge auf, die geheim bleiben sollten. In ihnen sind mehrere Zahlungen für Neymar senior geregelt, von denen der Fiskus nichts wusste.
Diese Geheimverträge mit Neymar da Silva senior sind ungewöhnliche Abkommen: Ein Dokument etwa garantiert dem ehemaligen Mechaniker zwei Millionen Euro für „Scoutingdienste“. Das Honorar wird unabhängig vom Erfolg ausgezahlt. Genauso wie vier Millionen Euro für die Suche nach einem Marketingpartner in Brasilien. Auch hier erwartet Barcelona keinerlei Erfolgsnachweis.



