DIW-Chef Fratzscher fordert milliardenschweres "breit gestreutes Anleihekauf-Programm" der EZB. "Das Deflationsrisiko wird zu einem immer ernsteren Problem für die Euro-Zone". - Gutes Zeichen für Gold?
Der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) fordert von der Europäischen Zentralbank (EZB) ein "breit gestreutes Anleihekauf-Programm". "Das Deflationsrisiko wird zu einem immer ernsteren Problem für die Euro-Zone", sagte DIW-Präsident Marcel Fratzscher in einem Gastbeitrag für die Tageszeitung "Welt". Nicht nur, dass die aktuelle Inflationsrate von 0,8 Prozent weit unter dem Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB) von knapp unter zwei Prozent liege. Noch Besorgnis erregender sei der Vertrauensverlust der Finanzmärkte, dass die EZB in den nächsten Jahren ihr Ziel werde erreichen können. "Es ist daher höchste Zeit für die EZB zu handeln", fordert Fratzscher. "Sonst droht Europa in einen gefährlichen Abwärtsstrudel aus sinkenden Preisen und sinkender Nachfrage zu geraten."



