Goldpreis holt unterstützt durch kräftige ETF-Zuflüsse Verluste wieder auf. Dies war der höchste Tageszufluss seit Anfang Oktober 2012.
Von Commerzbank Commodity Research
Gold hat seine anfänglichen Verluste von gestern im Tagesverlauf wieder wettgemacht und steigt heute Morgen auf knapp 1.350 USD je Feinunze. Begleitet wurde der Preisanstieg von ETF-Zuflüssen von 8,5 Tonnen. Dies war der höchste Tageszufluss seit Anfang Oktober 2012. Damals war der Goldpreis kurzzeitig fast auf 1.800 USD gestiegen. Anschließend begann jedoch der Preisverfall, der bis Ende letzten Jahres andauerte. Unter dem Strich stehen bei den Gold-ETFs seit Jahresbeginn jetzt nur noch marginale Netto-Abflüsse zu Buche, womit dieser preisbelastende Faktor verschwunden ist.
Wie der chinesische Verband der Automobilhersteller mitteilte, wurden im Februar in China 1,31 Mio. Autos verkauft. Das waren zwar 29% weniger als im Januar, was den Neujahrsfeierlichkeiten geschuldet ist, aber zugleich 18% mehr als im Vorjahr. Im Januar und Februar zusammen lagen die Autoabsätze gut 11% über dem vergleichbaren Vorjahresniveau, womit das für 2014 ausgegebene Verbandsziel eines Verkaufsplus von bis zu 10% erreichbar scheint.
Da der chinesische Automarkt benzinlastig ist, spricht dies für eine robuste Nachfrage nach Palladium. Einhergehend mit den aktuellen Angebotssorgen dürfte sich dies in höheren Palladiumpreisen niederschlagen. Das sehen offenbar die spekulativen Finanzinvestoren genauso, denn sie sind auf den fahrenden Zug aufgesprungen. In der Woche zum 4. März haben sie ihre Netto-Long-Positionen um 21% ausgeweitet. Ähnliches ist auch bei Platin zu beobachten.



